So gut meint es der Wettergott mit uns

In Kärnten, der Steiermark und im benachbarten Ausland toben die Elemente. Bei uns herrscht fruchtbare Normalität.
Schwarzach Heftige Niederschläge mit Unwetterpotenzial waren fürs vergangene Wochenende angesagt. Tatsächlich regnete es mancherorts stark, doch die heimischen Feuerwehren mussten kaum ausrücken. Letztlich blieb alles im Rahmen. Laut Wettertechniker Peter Lackner vom Wetterdienst Bregenz stellte Laterns mit 80 Litern pro Quadratmeter den Niederschlagsrekord auf. Schnee gab es erstmals in höhergelegenen Regionen.

Der Sommer kommt zurück
Auch gestern öffnete Petrus kurz noch einmal seine Himmelsschleusen. Zu fürchten brauchte man sich im Gegensatz zum Süden Österreichs oder Slowenien nicht. “Jetzt wird das Wetter besser”, sagt Lackner mit Blick auf die Wetterkarte. Schon am Dienstag wird die Sonne nach Hochnebel am frischen Morgen bald schon die Hauptrolle spielen. Die Quecksilbersäule wird auf angenehme 22 Grad hinaufklettern.
Am Mittwoch gestaltet sich das Wetter wechselhaft. Da und dort ist ein Regenspritzer möglich, die Temperaturen erreichen 24 Grad. Für Donnerstag und Freitag gibt Wetterexperte Lackner eine Schönwettergarantie. “Es wird schön und warm, mit Temperaturen bis 28 Grad.” Fürs Wochenende sei eine Prognose zum jetzigen Zeitpunkt noch kaum möglich, meint Lackner.


Der gute Mix
Der Mix von Sonne und Regen sorgt für Freude in der Landwirtschaft. “Wir sind froh, dass der Regen nach der langen Trockenheit im Juni dann doch irgendwann kam. Jetzt sind wir froh, wenn es wieder trockener wird. Es herrschen gute Bedingungen. Alles wächst und gedeiht”, freut sich Gemüsebauer Dominik Lumaßegger vom Mahlerhof in Höchst.
“Wir haben kein Recht zu jammern, wenn man sieht, wie Unwetter in anderen Landesteilen gewütet und Schäden angerichtet haben”, sagt Christian Meusburger, bei der Landwirtschaftskammer für Pflanzenbau zuständig.
Von einem falschen Timing bei der Abfolge von Trockenheit und Niederschlag spricht Heubauer Robert Blum aus Höchst. “Der war in den Bergen ideal, aber nicht bei uns im Tal. Trotzdem kann das Jahr noch sehr gut enden, wenn das Wetter in den kommenden Wochen mitspielt. Und überhaupt: Im Gegensatz zu anderen, die mit Unwetter zu kämpfen haben, geht es uns ja immer noch gut.”

Zufriedener Obstbauer
Nicht klagen will auch Obstbauer Jens Blum. Im Gegenteil: “Wir können mit dem bisherigen Verlauf der Wachssaison zufrieden sein. Vor allem blieben uns Hagelereignisse erspart. Und das Risiko dafür wird geringer, je weiter das Jahr voranschreitet.” Einziger Wermutstropfen für Blum: “Der Sturm vom 18./19. Juli hat uns 20 Prozent der Birnenernte gekostet.”
