Szene Openair: Veranstalter ziehen positive Bilanz

Regen tat der Feierlaune in Lustenau am Wochenende keinen Abbruch.
Lustenau Auf dem Szene-Openair-Gelände herrscht auch am Sonntag noch reger Betrieb: Rund 150 Helfer räumen Zelte aus, bauen technisches Equipment ab und sammeln Abfall ein. “Ein Großteil der Aufräumarbeiten wird heute schon erledigt”, erklärt Festival-Macher Hannes Hagen (50), der sich trotz regnerischen Wetters sehr zufrieden mit dem Festival-Wochenende zeigt.



“Es war friedlich und ausgelassen”, zieht Hagen Bilanz. In der Nacht auf Sonntag setzte gegen Mitternacht zwar nochmals Regen ein. “Es gab keine besonderen Vorkommnisse mehr und es wurde bis in die Morgenstunden gefeiert.”

Erstmals gab es heuer im Rahmen des Umweltkonzepts auch einen Fahrradservice. “Dieser wurde gut angenommen”, sagt Hagen. Grundsätzlich sei es so, dass der Großteil der Besucherinnen und Besucher auf Rad und Öffis setzt.

Das Szene Openair war auch heuer wieder bereits zwei Monate vorher ausverkauft. Erneut kamen über 20.000 Zuschauer zum Festival. “Wir sehen das als Riesenkompliment seitens der Gäste”, sagt der Festival-Organisator, für den dies auch ein Vertrauensbeweis ist. Ebenso freute er sich wieder über das Engagement zahlreicher freiwilliger Helfer. Rund 800 Ehrenamtliche waren dieses Jahr wieder im Einsatz.
Die Aufräumarbeiten dauern noch bis Dienstag an. Nach dem Festival ist aber bereits vor dem nächsten Festival, welches von 1. bis 3. August 2024 geplant ist. “Das Programm ist bereits in Vorbereitung und wir starten mit einem höchst motivierten Team ins nächste Jahr”, teilt Hagen mit.
Polizei berichtet von Veranstaltung “ohne größere Vorfälle”
Auch die Polizei zog am Sonntag noch eine Einsatzbilanz. “Insgesamt verlief die Veranstaltung ohne größere Vorfälle”, hieß es in einer Aussendung. Zu den Ausreißern zählten unter anderem sechs Anzeigen wegen Körperverletzung und zwölf Anzeigen wegen Rauschmitteln. Wegen starken Regenfällen musste die Feuerwehr am späten Freitagabend mit Pumpanlagen Wasser absaugen.
Festival-Bilanz der Polizei
– 5 Anzeigen wegen Ordnungsstörung
– 2 Anzeigen nach dem Vorarlberger Jugendschutzgesetz
– 6 Anzeigen wegen Körperverletzung (davon 1 schwere Körperverletzung)
– 1 Anzeige wegen Sachbeschädigung
– 2 Anzeigen wegen Diebstahl
– 1 Anzeige wegen Betrugs
– 2 Anzeigen wegen Urkundenunterdrückung
– 1 Anzeige wegen Entfremdung unbarer Zahlungsmittel
– 1 Anzeige wegen Gebrauch fremder Ausweise
– 12 Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz
Die Polizei führte zudem am Wochenende gemeinsam mit österreichischen Zollbeamten Schwerpunktkontrollen durch. Dabei zogen drei Kraftfahrzeuglenker die Aufmerksamkeit besonders auf sich, wie es hieß. Eine Person war nach Polizeiangaben unter dem Einfluss von insgesamt fünf illegalen Suchtgiftsubstanzen unterwegs. Ein weiterer Autofahrer hatte 2,18 Promille Alkohol intus. Ein 15-jähriger war mit einem manipulierten Moped unterwegs, welches auf dem Prüfstand eine Geschwindigkeit von 118 Stundenkilometer erreichte.
Schwerpunktkontrollen
– 33 Personen lenkten ein Fahrzeug, obwohl sie durch Suchtgift beeinträchtigt waren
– 19 Personen lenkten ein Fahrzeug, obwohl sie unter Alkoholeinfluss standen, davon hatten 15 Personen einen Alkoholgehalt von über 0,8 Promille
– 38 Personen wurde der Führerschein an Ort und Stelle abgenommen
– 4 Personen lenkten einen PKW obwohl, sie nicht im Besitz einer Lenkberechtigung waren
– 2 Kennzeichenabnahmen wegen schweren technischen Mängeln
– 63 Übertretungen im Bereich der Straßenverkehrsordnung, Führerscheingesetz und Kraftfahrgesetz wurden festgestellt
– 33 Organmandate
– 26 Personen führten illegales Suchtgift mit (Cannabis; Kokain; Amphetamin)
– insgesamt wurden Sicherheitsleistungen in der Höhe von 4280 Euro eingehoben