Die singenden Vorarlberger Drillinge Amy, Kim und Zoe feiern süße 16 Jahre

Vom medizinischen Wunder zur musikalischen Harmonie: Die eineiigen Drillinge Amy, Kim und Zoe Graziadei sind ein unzertrennliches Trio.
Rankweil Ihre Geburt am 6. August 2007 war eine echte Sensation. Am Sonntag feiern die eineiigen Drillinge Amy, Kim und Zoe Graziadei aus Rankweil ihren 16. Geburtstag. Nur einmal in 200 Millionen Schwangerschaften kommt es vor, dass eine befruchtete Eizelle sich spontan drei Mal teilt und sich nach dieser Teilung gesunde Kinder entwickeln. Kein Wunder also, dass dieser „Triplejackpot“ weit über Vorarlbergs Grenzen hinaus für Schlagzeilen sorgte. Darunter berichteten auch zahlreiche britische Medien wie Sun, Daily Mirror und Co über die Sensation – die Mutter stammt aus Großbritannien, wo eineiige Drillinge genauso selten sind wie hierzulande.

Die Mädchen wuchsen in Rankweil mit Papa Thomas, Mama Mae Christina und dem kleinen Bruder Pau (7) auf. Obwohl sie eineiig sind und somit genetisch identisch, haben sie schon früh ihre eigenen Persönlichkeiten und Interessen entwickelt. Doch wie ist es überhaupt, ein Drilling zu sein? „Wir lieben es, Drillinge zu sein“, sind sich die Mädchen im VN-Gespräch einig.


„Wir denken gleich und haben oft sogar dieselben Gedanken“, sagt Amy. „Und wir haben es immer lustig miteinander. Wir haben immer das Gefühl, eine beste Freundin an der Seite zu haben“, ergänzt Kim. „Diese tiefe und besondere Verbindung zueinander schätzen wir sehr“, fügt Zoe hinzu. Derzeit kann man die drei jungen Frauen an ihren unterschiedlichen Haarlängen auseinanderhalten.


Die Mädchen haben immer bewusst eigene Wege eingeschlagen, ohne jemals ihre tiefe Bindung zueinander aufzugeben. Die Eltern förderten ihre individuellen Persönlichkeiten durch den Besuch unterschiedlicher Klassen in der Volksschule. „Dafür sind wir unseren Eltern dankbar, denn so konnten wir unsere eigenen Freundeskreise aufbauen“, sagt Amy. Heute besuchen die drei Mädchen unterschiedliche Klassen an der HAK Bregenz: Während Kim den Mediendesignzweig besucht, hat Amy den Kulturschwerpunkt und Zoe den Sportzweig gewählt. Auch ihre Berufswünsche unterscheiden sich voneinander: Zoe strebt eine Karriere im Sportbereich an, Kim könnte sich einen Beruf im Bereich Software-Engineering vorstellen, und Amy lässt sich im Moment ihre beruflichen Ziele noch offen.
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Singen als gemeinsames Hobby
Gemein ist den Schwestern ihre Leidenschaft für Musik. Unter der Leitung von Britta Wagener-Kuhn an der Musikschule Rankweil haben sie mit dem Gesang ein gemeinsames Hobby gefunden. „Es ist aber gar nicht so leicht, dreistimmige Lieder zu finden“, erzählt Kim, die früher die tiefste und nun die höchste Stimme singt. Die Graziadei-Schwestern räumten auch schon bei Bewerben Preise ab. „Wir haben aber immer schon sehr gerne gesungen“, berichtet Amy.
Ihren 16. Geburtstag am Sonntag feiern die jungen Frauen übrigens zum ersten Mal getrennt – jeweils mit den eigenen Freunden. „Sonst wären es einfach zu viele Leute im Haus“, sagen die drei mit einem Schmunzeln.

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