So laufen die Vorbereitungen auf das Szene Openair

Auf dem Festivalgelände gehen die Aufbauarbeiten in die finale Phase. Das sagt der Festivalchef zu den Wetterprognosen.
Lustenau Nika Sander aus Lustenau kann das regnerische Wetter nichts anhaben. „Wir haben ja alle Regenmäntel und sind gut ausgerüstet”, sagt die 18-Jährige. Sie ist eine von 140 ehrenamtlichen Helfern, die sich in diesen Tagen auf dem Festival-Gelände tummeln, um bei den Aufbauarbeiten tatkräftig mitanzupacken. „Wir haben uns die letzten Tage um den Zeltaufbau gekümmert. Es war manchmal ein bisschen rutschig, aber die Stimmung ist einfach super”, schwärmt die begeisterte Festivalgängerin.

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Seit vergangenem Donnerstag wird das sechs Hektar große Gelände am Alten Rhein in ein wahres Festivalparadies verwandelt. Die Bühnen stehen bereits, die Zelte sind aufgebaut und die Bodenplatten für die Wege sind verlegt. „Als nächstes folgt die Installation der Ton-, Video- und Lichtanlagen. Den Aufbau der Zelthotels haben wir aufgrund des Wetters um einen Tag verschoben”, informiert Festival-Chef Hannes Hagen (50). Letzter wichtiger Punkt in der Vorbereitungsphase ist die Gastronomie. Getränke werden eingekühlt und der Ausschank vorbereitet. „An dem dreitägigen Festival werden rund 30.000 Liter Bier ausgeschenkt”, verrät Hagen. Eine unterirdische, 50 Meter lange Pipeline sorgt dabei ständig für Nachschub. Auch in Sachen Stromverbrauch kann Hagen konkrete Zahlen nennen. „Wir benötigen rund 18.000 kWh, was einem Jahresverbrauch von etwa sechs Haushalten entspricht.”

Bei den Vorbereitungen laufe alles nach Plan. „Wir liegen sehr gut im Zeitplan. Das Gelände ist trotz Regens in einem guten Zustand und wurde durch den Aufbau nicht in Mitleidenschaft gezogen”, freut sich der Veranstalter.

Auch Helferin Lana König (18) aus Lustenau lässt sich von den nassen Verhältnissen nicht beeindrucken. „Die Atmosphäre ist total schön. Wir unterstützen uns gegenseitig und arbeiten gemeinsam auf ein tolles Szene Openair hin.” Luisa Moosbrugger (14) und Niclas Mandl (18) von der Side-Crew sind gerade dabei, Bierbänke aufzustellen und die Bars in Schuss zu bringen. „Wir helfen an verschiedenen Stellen. Sollte es stärker regnen, sind wir zum Beispiel dafür zuständig, Hackschnitzel auf dem Gelände zu verteilen”, erzählt Niclas.

Die derzeitigen Wetterprognosen deuten auf ein eher kühles und regnerisches Openair hin. „Wir sind positiv eingestellt, weil keine unüberschaubaren Regenmengen vorausgesagt sind”, sagt Hannes Hagen. Trotzdem appelliert der Festivalchef an die Besucher, sich wetterfest zu kleiden. Im Sinne der Nachhaltigkeit werden laut Hagen keine Einweg-Ponchos an die Besucher verteilt. Zudem sind Regenschirme auf dem Gelände Tabu. Den meisten Festivalcampern mache regnerisches Festivalwetter nichts aus. „Viele haben das schon lange geplant und die meisten ziehen das durch, sie sind gut ausgerüstet und wissen, was es für einen gelungenen Festivalaufenthalt benötigt.”

Der Festivalchef selbst zeigt sich zwei Tage vor dem Start entspannt. „Ich werde vom Team getragen und kann mich auf alle verlassen. Aber ich weiß, dass jetzt ein paar schlaflose Tage auf mich zukommen werden. Aber das gehört dazu”, sagt er lächelnd.
Szene OPenair in Zahlen
Gastronomie : 30.000 Liter Bier
Programm: 500 Künstlerinnen und Künstler
Team: 800 ehrenamtliche Helfer über das gesamte Wochenende
Energie: 18.000 kWh – Jahresverbrauch von etwa sechs Haushalten
Besucher: 25.000 an drei Festivaltagen
