Offener Kühlschrank bespielte das Mobile Museum in Dornbirn

Vorarlberg / 21.07.2023 • 12:15 Uhr
Der offene Kühlschrank gab ein Gastspiel beim mumo. <span class="copyright">lcf</span>
Der offene Kühlschrank gab ein Gastspiel beim mumo. lcf

Auf der Museumswiese ging es um Haushaltstipps und Lebensmittelverschwendung.

Dornbirn Als “kleiner Satellit” zum Dornbirner Stadtmuseum wurde Anfang Juli das mumo (Museum mobil) eröffnet. Seitdem wird es von unterschiedlichen Akteuren mit Fragestellungen in Zusammenhang mit der Sonderausstellung oder dem Museumsgeneralthema “Erbe & Erben” bespielt. Zu den ersten, die die Türen des ehemaligen Christkindlemarktstandes öffneten, gehörte am Samstag das Team des Offenen Kühlschranks.

In regelmäßigen Abständen bespielen verschiedene Akteure das mumo.
In regelmäßigen Abständen bespielen verschiedene Akteure das mumo.

Alte Rezepte und Küchentipps

Unter dem Motto “Ma iarbt nid bloß Böda” wollten die Mitglieder des Offenen Kühlschranks und die Projektbegleiterin des Museums, Barbara Motter, von Passanten wissen, welche überlieferten Rezepte und Haushaltstipps sie heute noch verwenden. “Bei den Gesprächen kam man immer zum gleichen Punkt: Früher wurde manchmal aus ˏnichtsˊ oder aus Resten eine feine Speise gekocht. Da können wir noch viel lernen”, ist sich Ingrid Benedikt sicher.

Während dem Schminken sprach Erika Schuster mit den Kindern über Lebensmittelverschwendung.
Während dem Schminken sprach Erika Schuster mit den Kindern über Lebensmittelverschwendung.

Eine junge Frau erzählte von “Wasserspatzen”, einem Rezept, das sie von ihrer Oma geerbt hat und das ihre Kinder heute heiß lieben. Dazu wird lediglich ein Teig aus Mehl, Wasser und einer Prise Salz im Wasser gekocht und danach in Butter herausgebraten. “Wir haben eine kleine Sammlung ererbter Rezepte, Küchentipps und Küchenregeln zusammenbekommen und gleichzeitig auch Neues zum achtsamen Umgang mit Lebensmitteln erfahren. Vielen Dank den engagierten Stadtexpertinnen vom Team des Offenen Kühlschranks”, so Barbara Motter.

Nach dem Schminken freuten sich die Kinder über Saft und Brötchen.
Nach dem Schminken freuten sich die Kinder über Saft und Brötchen.

Kinder sensibilisieren

Während die Erwachsenen Tipps und Reste-Rezepte austauschten, wurden die Kinder von Erika Schuster mit bunten Motiven geschminkt und erhielten Saft und Brötchen. “Ich habe während des Schminkens den Kindern erklärt, was der Offene Kühlschrank ist und dass man zum Beispiel ein Joghurt nicht wegwerfen muss, wenn auch das Ablaufdatum vorbei ist. Wichtig ist Schauen, Riechen und Schmecken”, erzählt Erika Schuster.

Andrea Walther hatte im vergangenen Jahr mit ihrer Klasse ein Projekt zum Thema „Erben“ durchgeführt.
Andrea Walther hatte im vergangenen Jahr mit ihrer Klasse ein Projekt zum Thema „Erben“ durchgeführt.

Unter den Marktbesuchern wurde das Thema Lebensmittelverschwendung intensiv diskutiert und auch Haushaltstipps wurden ausgetauscht. Dazu servierten Andrea Walther, Gabi Stoll-Mark und Ingrid Benedikt Holdersaft sowie feine Häppchen mit selbst hergestellten Aufstrichen und verschiedenen Kuchenstückchen. “Durch die Gespräche mit den Besuchern wurde mir einmal mehr bewusst, welch wichtigen Stellenwert das Kochen, aber vor allem das gemeinsame Essen sowie die Tischgespräche immer schon hatten. Dieses Erbe könnten wir wieder mehr aufleben lassen”, resümierte Gabi Stoll-Mark vom Team des Offenen Kühlschranks. lcf

Gabi Stoll-Mark (im Bild), Andrea Walther und Ingrid Benedikt verwöhnten die Marktbesucher mit feinen Häppchen.
Gabi Stoll-Mark (im Bild), Andrea Walther und Ingrid Benedikt verwöhnten die Marktbesucher mit feinen Häppchen.
Unter dem Motto „Ma iarbt nid bloß Böda“ wollten die Mitglieder des Offenen Kühlschranks und die Projektbegleiterin des Museums, Barbara Motter, von Passanten wissen, welche überlieferten Rezepte und Haushaltstipps sie heute noch verwenden.
Unter dem Motto „Ma iarbt nid bloß Böda“ wollten die Mitglieder des Offenen Kühlschranks und die Projektbegleiterin des Museums, Barbara Motter, von Passanten wissen, welche überlieferten Rezepte und Haushaltstipps sie heute noch verwenden.