So sieht der totale Umbruch der Lustenauer Zentrumsgastronomie aus

Die "Zwickeria" ist nun bereits fast ein halbes Jahr geschlossen. Endlich wurde für die Räumlichkeiten ein Nachfolger gefunden: Ex-Neptun-Chef Sandro Wölfl.
Ex-Neptun-Pächter Sandro Wölfle übernimmt “Zwickeria”, die Gemeinde wird Pächterin des Austria-Cafés.
Lustenau Nicht ohne Grund machen sich viele Lustenauer Sorgen über die Gastronomie am Blauen Platz. Außer den zwei Lokalen von Marcel Lerch, das iTay und das Piazza Azzurra, kam es in den letzten Jahren wiederholt zu Pächterwechseln der beiden Lokale im gemeindeeigenen Gebäude des Reichshofsaals.
Alle schließen auf einmal
Besonders dramatisch stellt sich die Situation derzeit dar. Die “Zwickeria” im östlichen Teil des Gebäudes hat schon Ende Februar dichtgemacht, Ende Juli folgt der “Goldene Löffel” Richtung Maria-Theresien-Straße folgt Ende dieses Monats. Und das schräg vis-à-vis gelegene Austria-Café schließt Ende Jänner seine Pforten. Wo verschwindet Gastronomie endgültig? Wer übernimmt? Wer baut wie um und hat was vor? Diese Frage stellen sich Besucher des Zentrums und natürlich auch Anwohner.

Sandra Wölfl statt “Zwickeria”
Nun, einige Fragen können jetzt beantwortet werden. “Wir haben mit Sandro Wölfl, der vorher das Neptun in Bregenz führte, einen Pächter für das ehemalige Zwickera gefunden. Dort werden bald die Umbauten in Angriff genommen. Wann das neue Lokal öffnet, kann derzeit aber nicht gesagt werden”, gab Raimund Zirker, Leiter der Wirtschaftsabteilung im Land gegenüber VN.at bekannt. Im besten Fall könnte es bis zur Kilbi klappen.

Wer folgt den beiden Pächterinnen des "Goldenen Löffels" nach? Noch hält sich die Zahl der Interessenten in Grenzen. VN/Hämmerle

Mit der Suche nach einem neuen Wirt ist die Gemeinde für den “Goldenen Löffel” beschäftigt. “Hier verläuft die Suche etwas zäh. Ein Bewerber hat sich bisher gemeldet”, informiert Zirker. Auf Schiene ist indes die Trennung der Reichshofsaal-Gastronomie vom Restaurant. “Dort wird es einen Caterer geben. Dazu braucht es eine neue Betriebsanlagengenehmigung. Dieser Prozess läuft.”
Härle statt Ausria-Cafe?
Bemerkenswert die Entwicklungen beim Austria-Café. Dort hat sich die Gemeinde von der Eigentümerin das Pachtrecht gesichert. Noch bis Ende Februar wird der Fußballklub das Café führen. Und danach? “Es gibt diesbezüglich mehrere Optionen”, äußert sich Zirker vorsichtig. VN.at fand heraus: Eine der Optionen heißt Jan Härle, Gründer des Freigeist. Härle bestätigt: “Ja, es gab bereits einen Kontakt. Mich würde das Austria-Café reizen. Aber es bräuchte Investitionen.” Weitere Optionen: Der Inhaber des Lokals “Vorkoster” Christof Pieringer sowie eine Dame mit reichlich Gastro-Erfahrung.

Noch bis Ende Februar wird in diesem altehrwürdigen Gebäude das Austria-Café beherbergt sein. Danach wird die Gemeinde Mieterin. VN/RHOMBERG

Während der jeden Freitag stattfindenden “Sommer am Platz”-Veranstaltungen springt einmal mehr Marcel Lerch mit einem Verpflegungsstand in die Bresche. Für ein zusätzliches Angebot bei den Konzerten am Freitag sorgt der Inhaber des Gasthauses “Waldheim” in Hard.