So heiß war es in Bludenz noch nie

Vorarlberg / 11.07.2023 • 20:00 Uhr
David Hartmann ist Facharbeiter bei Tomaselli Gabriel Bau und derzeit bei der Hallenbadbaustelle in Bregenz beschäftigt. „Ich gewöhne mich relativ schnell an die Hitze. Aber teilweise haben die Arbeiter schon Probleme damit“, berichtet der 25-jährige Bludenzer. Sein Erfolgsrezept: viel Trinken und abkühlen. „Ich trinke untertags gut fünf Liter Wasser. In der Mittagspause springe ich immer in den Bodensee.“
David Hartmann ist Facharbeiter bei Tomaselli Gabriel Bau und derzeit bei der Hallenbadbaustelle in Bregenz beschäftigt. „Ich gewöhne mich relativ schnell an die Hitze. Aber teilweise haben die Arbeiter schon Probleme damit“, berichtet der 25-jährige Bludenzer. Sein Erfolgsrezept: viel Trinken und abkühlen. „Ich trinke untertags gut fünf Liter Wasser. In der Mittagspause springe ich immer in den Bodensee.“

Mit 37,7 Grad wurde am Dienstag ein Hitzerekord erzielt. Das lässt kaum jemanden kalt.

Bregenz, Schwarzach Heiß, heißer, Vorarlberg! Die erste Juliwoche war weltweit die wahrscheinlich heißeste Woche seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. „Vorläufigen Daten zufolge hatte die Welt gerade die heißeste je verzeichnete Woche“, teilte die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) am Montagabend mit. Rekordtemperaturen wurden sowohl an Land als auch in den Meeren gemessen. In Vorarlberg drehte der Sommer am Dienstag so richtig auf. Besonders heiß her ging es im Süden des Landes.

Pia aus Bregenz ist im Sommer, so oft es geht, am See. Ihr Spezialgebiet? Sprünge vom Steg an der Pipeline.
Pia aus Bregenz ist im Sommer, so oft es geht, am See. Ihr Spezialgebiet? Sprünge vom Steg an der Pipeline.

In Bludenz kletterte die Quecksilbersäule am Nachmittag auf 37,7 Grad. Ein Rekord. „Seit es die Messstation in Bludenz gibt, war es in Bludenz noch nie so warm“, erläutert Meteorologin Monika Weis von GeoSphere Austria (ehemals ZAMG). Laut der Hitliste von GeoSphere landet Bludenz damit am Dienstag auch österreichweit auf dem ersten Platz. Feldkirch schaffte es mit 36,2 Grad auf Platz zwei in Vorarlberg und auf Platz fünf in Österreich. Auch nicht schlecht: In Bregenz und Dornbirn wurden 35,6 Grad und in Fraxern 34,3 Grad gemessen. Der Allzeithitzerekord hält aber nach wie vor Feldkirch mit 38,1 Grad am 11. Juli 1984.

Florian Aigner (42) ist der Mann hinter der Theke im Eistruck am Bregenzer Hafen. „Die Hitze macht mir nichts aus, darauf haben wir ja gewartet“, sagt der Bregenzer. Abkühlung verschafft er sich an der Sprühnebelanlage, die er heuer dort installiert hat.
Florian Aigner (42) ist der Mann hinter der Theke im Eistruck am Bregenzer Hafen. „Die Hitze macht mir nichts aus, darauf haben wir ja gewartet“, sagt der Bregenzer. Abkühlung verschafft er sich an der Sprühnebelanlage, die er heuer dort installiert hat.

Kühlender Sprühnebel

Die Hitze lässt niemanden kalt. Florian Aigner (42) arbeitet den ganzen Sommer beim Eistruck am Bregenzer Hafen. Zur Abkühlung setzt er auf die Spühnebelanlage, die er heuer dort installiert hat. „Wir haben viele ältere Leute, die auf die Schiffe warten. Die klappen immer wieder mal um, weil es einfach zu heiß ist. Die Hafenplatte hat teilweise 60 Grad. Da bleiben sogar die Flipflops kleben“, erzählt er.

Der Sommer kann kommen! Flora, Emma, Eva und Laura aus dem Salzburger Pinzgau verbringen die ersten Ferientage in Bregenz. „Mein Papa arbeitet hier“, erzählt Eva. Auf dem Programm der Mädchen stehen vor allem Schwimmen im Bodensee und ein bisschen Einkaufen in der Stadt. „Der See ist voll fein“, sagt Flora.
Der Sommer kann kommen! Flora, Emma, Eva und Laura aus dem Salzburger Pinzgau verbringen die ersten Ferientage in Bregenz. „Mein Papa arbeitet hier“, erzählt Eva. Auf dem Programm der Mädchen stehen vor allem Schwimmen im Bodensee und ein bisschen Einkaufen in der Stadt. „Der See ist voll fein“, sagt Flora.

Auch am Arbeitsplatz von David Hartmann, Facharbeiter bei Tomaselli Gabriel Bau, geht es oft ordentlich zur Sache. „Ich bin jetzt seit zehn Jahren am Bau, da bin ich die Hitze eigentlich gewöhnt. Aber manche Arbeiter haben schon Probleme damit. Ganz am Anfang hatten wir welche mit Hitzestau, die teilweise einen Tag zuhause bleiben mussten“, sagt der 25-jährige Bludenzer, der derzeit auf der Hallenbadbaustelle in Bregenz beschäftigt ist. Die Hitze-App warnt David Hartmann und seine Kollegen, sobald 32,5 Grad Celsius im Schatten erreicht sind. Ab dieser Temperatur können Bauarbeiter hitzefrei bekommen. „Aber wir beißen eigentlich meistens durch. Wenn es wirklich gar nicht mehr geht, machen wir zwischendurch kleine Pausen im Schatten und trinken was“, ergänzt der Bludenzer.

Clemens Lechthaler, Denise Kemter und Cathrin Vossenkaul haben bei den Sunsetstufen den perfekten Mittagspausenplatz gefunden. „Wir verbringen die Mittagspause eigentlich immer am See“, erzählt Clemens Lechthaler. Cathrin Vossenkaul ergänzt: „Das sind wunderschöne Pausen. Von der Hypo, wo wir arbeiten, ist man ja auch gleich da.“
Clemens Lechthaler, Denise Kemter und Cathrin Vossenkaul haben bei den Sunsetstufen den perfekten Mittagspausenplatz gefunden. „Wir verbringen die Mittagspause eigentlich immer am See“, erzählt Clemens Lechthaler. Cathrin Vossenkaul ergänzt: „Das sind wunderschöne Pausen. Von der Hypo, wo wir arbeiten, ist man ja auch gleich da.“

Abkühlung kommt in nächster Zeit wohl auch von oben. Heute, Mittwoch, muss laut Monika Weis ab Mittag erneut mit teils kräftigen Schauern und Gewittern gerechnet werden. Badewetter ist dann am Wochenende wieder in Sicht. „Am Freitag ist es wahrscheinlich schon wieder deutlich sonniger und weitgehend stabil bei hohen 20 Grad. Am Wochenende werden wir wohl wieder über 30 Grad drübersausen“, prognostiziert die Expertin.