Grüße aus der Wüste: Saharastaub trübte Aussichten

Saharastaub trübte erstes sommerliches Wochenende in Vorarlberg.
Schwarzach Die Erwartungen vor dem Wochenende waren groß: Immerhin sollte der Sommer kommen. Statt des erwarteten Sonnenscheins hatte der Sonntag in Vorarlberg zunächst aber nur grauweißen Himmel zu bieten. Dabei hatte es die Sonne schwer, sich durch die Wolkendecke zu kämpfen. Ein Blick auf die Luftqualitätsvorhersage der GeoSphere Austria (früher ZAMG) bringt Aufschluss: Spielverderber war eine ausgeprägte Schliere aus Saharastaub, die den Ausblick trübte. Bei bestimmten Wetterlagen wird Saharastaub im Norden Afrikas von starken Winden aufgewirbelt und in höhere Luftschichten verfrachtet. Von dort aus kann er mit der entsprechenden großräumigen Luftströmung über weite Strecken geweht werden.


Saharastaub in der Atmosphäre hat bereits viele Wetterprognosen beeinflusst, da seine Auswirkungen auf die Bildung dichter Wolken zu den großen Unabwägbarkeiten einer Wettervorhersage zählen. Wenn solche Partikel aus der Wüste involviert sind, kann dies das Wettergeschehen erheblich stören. Für den Montag sind zunächst Sonne und bis zu 26 Grad Celsius angesagt. Dann wachsen Quellwolken in den Himmel und können sich bis zum Abend zu lokalen Schauern oder Gewittern entwickeln. So könnte der Saharastaub etwas ausgewaschen und somit auf Fensterbänken, Gartenmöbeln und Autos zu sehen sein.