Das sind die ersten Tendenzen bei der schriftlichen Matura

Faire Aufgaben in Mathematik mit zufriedenstellenden Ergebnissen an den AHS. An den BHS war’s schwieriger.
Schwarzach Die schriftliche Matura läuft noch. Am Dienstag war das Fach Englisch an der Reihe. Bereits gelaufen sind die Klausuren in Mathematik und Deutsch. Erste Eindrücke von Schülern und Lehrpersonen: Es sind keine Überraschungen in jedweder Richtung zu erwarten. Die offiziellen Ergebnisse gibt es erst nach Abschluss der Kompensationsprüfungen Anfang Juni.

Nicht einfach und nicht unfair
“Es war für die ‘Sehr gut’- und ‘Gut’-Kandidaten gewiss anspruchsvoll, doch für einen positiven Abschluss absolut machbar.” So lautet das erste Resümee von Arno Lecher, Mathematiklehrer an der Bundeshandelsakademie Lustenau.
Weitestgehend gestützt wird diese Einschätzung vom Landesschulsprecher der berufsbildenden höheren Schulen, Lukas Dünser. Der Maturant an der Tourismusschule Bludenz findet jedoch, dass die Aufgaben “für jene, die Mathematik nicht als Schwerpunkt haben, nicht so einfach waren”. Als “unfair” möchte er die Herausforderung jedoch nicht bezeichnen. “Doch die Aufgabenstellungen waren in ihrer Art schon etwas neu”, fügt Dünser an.
Stellvertretend für die Kolleginnen und die Kollegen der Gymnasien bemängelt Landesschulsprecherin Britta Kling das im Vergleich zu den Coronajahren wieder zurückgestutzte Zeitbudget. “Vor allem in Deutsch musste man sich da schon sputen, weil da die Aufgaben einzeln mit einheitlicher Zeiteinteilung zu lösen waren.”

Britta Kling, Landesschulsprecherin für die AHS, kritisiert das wieder zurückgestutzte Zeitbudget. VN/Serra
Warten auf Ergebnisse
Stichwort Deutsch. Da war laut Lukas Dünser das Themenpaket zwei bei den BHS-Kandidaten das am häufigsten gewählte. “Zusammenfassung und Erörterung wurden da verlangt. An die Textinterpretation wagte sich offensichtlich niemand”, ergänzt der Landesschulsprecher.
Für den ARGE-Sprecher Mathematik an den AHS, Freddy Wittwer, ist die von ihm beobachtete weitestgehende Deckungsgleichheit von Jahresnoten und Klausurnoten ein Zeichen dafür, “dass diese Reifeprüfung fair war und ein echtes Abbild des Leistungsstandards der Kandidaten.”

Keine außergewöhnlichen Nachrichten zur Matura erreichten bis dato auch Andreas Kappaurer, pädagogischer Leiter der Bildungsdirektion Vorarlberg. “Es scheint alles zufriedenstellend gelaufen zu sein”, ist sein erstes Fazit.

Freilich werden die ersten Beobachtungen zum Maturageschehen letztlich den präsentierten Ergebnissen entsprechen müssen. Und diese gibt es im Detail erst nach Abschluss der Kompensationsprüfungen.