Endspurt auf der Pipeline

Jetzt geht es an die Details, Geh- und Radweg ist bereits offen.
Bregenz Noch wird hier und dort fleißig gewerkelt. Wolfgang Mittermüller und seine Arbeitskollegen von der Stadtgärtnerei Bregenz haben an diesem Donnerstagvormittag auf der neuen Liegeweise vor dem Lochauer Strandbad den letzten der knapp 130 Bäume gesetzt. Eine Weide. Was jetzt noch fehlt, sind ein paar Sträucher, die zwischen den Bäumen wachsen sollen. Insgesamt säumen dann knapp 1500 neue Sträucher den 900 Meter langen Pipeline-Abschnitt. „Spätestens nächste Woche ist es für uns hier abgeschlossen“, sagt Wolfgang Mittermüller.


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Julia Winkler und André Wild sind derweil etwas weiter vorne mit dem Säen beschäftigt. Der Streifen entlang der Bahn wird eine Blumenwiese. In die Mitte und im Bereich des Flachufers kommt Rasen. „Wir sind vermutlich noch etwas länger dran, da wir den Rasen nur säen können, wenn das Wetter schön ist. Sonst ist es zu nass“, merkt die Gärtnerin hinsichtlich der Wetterprognosen für die kommenden Tage an. Ein vorbeifahrender Radfahrer zeigt sich schon jetzt begeistert. „Jo schö würd as“, ruft er den beiden zu.


Offizielle Eröffnung
Die Arbeiten für die dritte und letzte Ausbauetappe an der Pipeline laufen seit Mitte September. Auf dem Abschnitt, der bis zum Lochauer Strandbad reicht, wurden in den vergangenen Monaten 100.000 Kubikmeter Schüttmaterial in den Seegrund verbaut, eine neue, 280 Meter lange Ufermauer errichtet, der Rad- und der Fußweg verbreitert und voneinander getrennt.


Die Kosten belaufen sich auf rund 9,2 Millionen Euro. Sechs Millionen Euro zahlen Bund und Land. Die Stadt Bregenz steuert rund 2,4 Millionen Euro bei, Lochau 600.000 und Hörbranz 100.000 Euro. Möggers, Eichenberg und Hohenweiler beteiligen sich mit insgesamt 50.000 Euro. Die offizielle Eröffnung durch die Politik ist kommenden Donnerstag (11. Mai) geplant, die große Eröffnungsfeier soll am 25. Juni folgen. Für die Radfahrer und Fußgänger wurde der Weg vor ein paar Tagen freigegeben.

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Die Holzsitzflächen für die Ufermauern werden, wie praktisch alle anderen Bänke und Holzzäune im öffentlichen Raum in Bregenz, in der Bauhof-Tischlerei gefertigt. “Wir haben heuer schon 85 Sitzflächen gemacht, letztes Jahr waren es 30”, erzählt Werner Huber. Der Tischler nutzt das schöne Wetter für die Montage der Elemente aus geöltem Akazienholz. “Die restlichen muss ich noch zuschneiden”, ergänzt er.


Helmut Spiegel (91) und seine Tochter Susanne Denk (62) legen zur selben Zeit auf einer noch holzfreien Ufermauer gerade eine Pause ein. Die beiden sind heute sozusagen zur “Abnahme” hergeradelt. „Wir haben kontrolliert, ob es passt“, sagt die Bregenzerin und lacht. “Super ist es, ganz toll und so fein für die Radfahrer.” Ihr 91-jähriger Vater nickt zustimmend. „Ich bin auch während der Baustelle fast jeden Tag mit dem Rad bis zur Absperrung geradelt. Es ist gar nicht vergleichbar mit früher”, bekräfigt er.

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