Ein Ende des Alberschwender Liftstreits ist deshalb nicht in Sicht

Landwirt möchte einen Grundstückstausch, die Gemeinde lehnt das ab. Gesucht: ein Kompromiss
Alberschwende “Ich will das Grundstück beim Parkplatz gegen jenes beim Babylift tauschen. Ich kann als Landwirt nicht meine wirtschaftliche Basis reduzieren, indem ich Fläche verliere.” Das sagt Lothar Gmeiner (69), jener Grundstückseigner und Landwirt, ohne dessen Zustimmung das Ende eines Skibetriebs in Alberschwende besiegelt scheint. “Wir können das Grundstück beim Lift nicht verkaufen. Wir konnten das vom früheren Besitzer nur unter der Auflage erwerben, dass wir dort den Liftbetrieb weiterführen und er im Falle einer Umwidmung wertbeteiligt wäre”, sagt die Alberschwender Bürgermeisterin Angelika Schwarzmann.

Erfolgloses Treffen
Anfang April hatten sich die Parteien getroffen. Reinold Baumann, Vertreter der Liftgesellschafter, die Alberschwender Bürgermeisterin Angelika Schwarzmann sowie Lothar Gmeiner und dessen Stieftochter Rosalina Flatz. “Wir sind mit einem guten Vorschlag und mit einem Vertrag an ihn herangetreten. Wir wollten ihm das Grundstück beim Babylift verpachten, solange der Babylift dort in Betrieb ist, und im Falle der Betriebseinstellung für weitere zehn Jahre. Dazu noch zwei weitere landwirtschaftliche Grundstücke im Umland der Skihütte Markgröninger Hütte. Und das unentgeltlich.”

Begehrte Fläche
Vereinbart wurde laut Aussage der Bürgermeisterin Schwarzmann für den April ein weiteres Treffen. “Es sollten beide Seiten mit einem Vorschlag kommen. Leider hat Lothar Gmeiner keinen gehabt.” Der Landwirt dementiert das nicht. “Ich will jetzt einfach einmal abwarten, was die Gemeinde mir wirklich anbietet. Ich bin jedenfalls nicht bereit, sofort einen vorgefertigten Vertrag zu unterschreiben.”

Das Grundstück müsse im Besitz der Gemeinde bleiben. “Es geht um 3000 bis 4000 Quadratmeter. Ohne dass die Gemeinde im Besitz diese Fläche ist, hätten wir keine Betriebsgrundlage”, meint Baumann. Gmeiner müsse sich bei ihnen melden. Noch am Mittwochabend gab es eine Sitzung des Verwaltungsrates der Liftgesellschaft.
Die Liftgesellschafter drängen auf eine schnelle Entscheidung. So ist zum Beispiel der Vertrag über die Nutzung des Parkplatzes abgelaufen, eine Nachfolgelösung vonnöten.
Vorwurf gegen Bürgermeisterin
Dass es atmosphärisch zwischen den Parteien nicht zum Besten bestellt ist, bestätigt Gmeiner-Anwalt Ludwig Weh. Dieser macht dafür vor allem die Bürgermeisterin verantwortlich. “Wir haben sie vor gut einem Jahr schriftlich um einen Gesprächstermin in dieser Angelegenheit gebeten. Sie hat uns nicht einmal geantwortet.”

Wirft der Alberschwender Bürgermeisterin Angelika Schwarzmann vor, ein Gesprächsangebot ignoriert zu haben. VN
Klar ist: In Alberschwende und im Umland hoffen viele Eltern und politisch Verantwortliche in den Gemeinden auf eine Einigung. Das Ende der Alberschwender Skilifte würde vielen Kindern einen idealen und finanziell verträglichen Zugang zum Skifahren versperren.