Feldkirch Die Weihe von Benno Elbs zum vierten Bischof der Diözese Feldkirch am 30. Juni 2013 war ein Fest für die gesamte Kirche in Vorarlberg. So viele haben sich einen Bischof gewünscht, der nahe bei den Menschen ist, ihre Sprache spricht und sich für sie einsetzt in Zeiten, die Beistand erfordern. Die Ernennung des aus Langen bei Bregenz stammenden Geistlichen am 8. Mai 2013 war die erste Bischofsernennung von Papst Franziskus im deutschsprachigen Raum.
“Danke für deine Menschlichkeit”
Als “starkes Signal” für die Kirche in Österreich “und sicher auch für Papst Franziskus” hat Kardinal Christoph Schönborn damals die Ernennung von Benno Elbs zum neuen Bischof bewertet. Für ihn sei Elbs jemand, der “die Menschen dort sucht, wo sie sind”, der “sie anzusprechen vermag, sich für sie interessiert, für sie ein offenes Herz und einen offenen Verstand hat”.
Zum zehnjährigen Bischofsjubiläum wünschen Kardinal Christoph Schönborn, Pater Georg Sporschill, Abt Vinzenz Wohlwend und Bischof Erwin Kräutler die besten Wünsche. Auch die Vorarlberger Nachrichten gratulieren herzlich zum zehnjährigen Jubiläum!
Kardinal Christoph Schönborn bei der Bischofsweihe von Benno Elbs 2013. VN/Steurer
Christoph Kardinal Schönborn (Erzbischof von Wien) und Benno Elbs bei der Herbstvollversammlung der österreichischen Bischofskonferenz in der Benediktinerabtei Michaelbeuern. APA/BARBARA GINDL
Die Kirche in Vorarlberg ist mir ganz nahe und wichtig: Ich bin hier aufgewachsen und habe hier meine Berufung zum Priester erfahren. Ich sage daher mit besonderer Freude: Bischof Benno Elbs ist ein wunderbarer Bischof! Er hat eine große Nähe zu den Menschen, die ganze, hilfreiche Bandbreite an Erfahrungen: im Umgang mit der Jugend, als Generalvikar der Diözese, als Seelsorger. Er ist von den Menschen in Vorarlberg hochgeschätzt. Ich bin dankbar für Bischof Benno, er passt wie’s Deckele aufs Häfele!
Kardinal Christoph Schönborn
Erwin Kräutler. VN/PAulitsch
Mein lieber Mitbruder, Bischof Benno, Ich gratuliere dir von Herzen zum zehnten Jubiläum deiner Bischofsernennung und -weihe. Vorarlberg hat dich mit Freude und Dankbarkeit als seinen Guten Hirten empfangen. Du bist im deutschsprachigen Raum der erste Bischof, den Papst Franziskus ernannt hat. Dein Einsatz für die Ortskirche war im Ländle längst bekannt und anerkannt. So warst du auch bei sehr vielen der einzige Wunschkandidat für diesen Dienst am Volke Gottes. Du bist kein Schreibtisch-Bischof, der von seinem Büro aus die Diözese verwaltet und leitet. Du bemühst dich, den Menschen nahe und für alle dazu sein. Du hast keine Berührungsängste, bist zugänglich und kannst zuhören. Genau das brauchen die Menschen in den turbulenten Zeiten, in denen wir leben. Deine Herzlichkeit steckt an. Hirte sein bedeutet, die Menschen zu kennen und ihre Nöte und Sorgen zu den eigenen zu machen (vgl. Gaudium et spes, 1). Jesus selbst ist unser Vorbild: „Ich bin der gute Hirt; ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich“ (Joh 10,14). In diesem Sinne verspreche ich, dich weiterhin als meinen Heimatbischof in eucharistischen Hochgebet zu nennen und wünsche dir noch viele Jahre segensreichen Wirkens in unserem Land. „Der Gott der Hoffnung erfülle dich mit aller Freude und mit allem Frieden im Glauben“ (vgl. Röm 15,13). In herzlicher Verbundenheit.
Bischof Erwin Kräutler
Pater Georg Sporschill. VN/Sams
Lieber Bischof Benno!
Als Landsmann darf ich Dir aus Rumänien herzliche Glückwünsche zum zehnjährigen Bischofsjubiläum schicken. Ich erzähle in meiner Roma-Gemeinde gerne von Dir und unserer schönen Heimat Vorarlberg. Den Kindern hat am besten gefallen, dass Du gelernt hast, Menschen zu heilen. Und Du tust es. Ihr Staunen geht mit Gebeten zum Himmel. Ich stimme mit Dank für den guten Hirten ein.
Zu den drei Vorarlberger Festtags-Wünschen füge ich für Dich mit dem Propheten Jesaja einen vierten Wunsch hinzu: „Siehe, nun mache ich etwas Neues. Schon sprießt es, merkt ihr es nicht?“ (Jes 43,19) Dir einen guten Blick für das Neue und starken Mut!
P. Georg Sporschill SJ
Abt Vinzenz Wohlwend und Bischof Benno Elbs beim diesjährigen Fastensuppentag im Landhaus. VN
Weihnachten, 25.12.2022, erhielt ich kurz nach 18 Uhr eine SMS von Bischof Benno. Wir saßen gerade beim Abendessen mit Tafelmusik. Bischof Benno wollte zu unserem Abendgebet, der Vesper kommen, die an hohen Festen immer feierlich gestaltet wird. „Ich rieche den Weihrauch, die Kirche ist dunkel und ihr seid nicht da …“ Wir hatten schon um 17 Uhr gebetet. Das Gebet, erinnerte uns Papst Franziskus beim Ad-Limina-Besuch, ist die erste Aufgabe eines Bischofs. Bischof Benno hat seit Beginn seines Bischofsamtes den Blick auf die Menschen gerichtet. Das zeigte sich auch darin, dass sein erster Weg nach seiner Weihe zum Bischof am 30. Juni 2013 zu einem Mehrerauer Mönch war, der auf der Intensivstation lag. Seine Ausbildungen in Theologie und Psychotherapie befähigen ihn fachlich, Menschen zu begleiten. Sein Gebetsleben und sein Umgang mit Menschen tun dies auch auf menschlich empathische Weise. In seinem Büro hängt ein Diplom, das ihn besonders dazu befähigt, seine Taufurkunde. Durch das Sakrament der Taufe wird ein Mensch begnadet mit dem Geist Gottes, in dieser Geistkraft Gottes zu handeln. Dem Gegenüber das Gefühl zu geben, „heiliger Boden“ zu sein, wie Papst Franziskus es ausdrückt, kann man im Umgang mit Bischof Benno spüren und erleben – und das mit viel Menschlichkeit, Humor und einer Portion Schalk, die bei einem Menschen, der an der Tür zum Bregenzerwald aufgewachsen ist, dazugehören.
Lieber Bischof Benno, danke für Deine Menschlichkeit, Deine Weite, Deinen Humor und Deine Liebe zu Gott, wie Du sie in Vorarlberg vorlebst und über die Grenzen hinaus ausstrahlst.
Abt Vinzenz Wohlwend
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