
Bischof Benno ganz privat
Ein Leben ohne Prunk und Protz, aber mit vollem Terminkalender: Zum zehnjährigen Jubiläum statteten die VN Bischof Benno Elbs einen Besuch daheim ab.
Feldkirch Wenige Gehminuten von der bischöflichen Residenz am Feldkircher Hirschgraben entfernt lebt Bischof Benno Elbs. “Das Bischofshaus ist so abgelegen, ich lebe lieber unter den Menschen”, begründet Elbs seine Entscheidung. Nun lebt Bischof Benno, wie schon in seiner Zeit als Diözesanadministrator, im ehemaligen Altersruhesitz des 1999 verstorbenen ersten Vorarlberger Diözesanbischofs Bruno Wechner. Das Haus umfasst zwei Wohnungen, in der zweiten lebt eine Nonne. Luxus und Protz sind hier nicht zu finden.
Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Youtube angezeigt.

Ein für den Bischof besonderer Raum ist im Keller des Gebäudes. Direkt neben der Waschküche hat noch Alt-Bischof Wechner eine Kapelle eingerichtet. Hier betet der Bischof am Morgen und vor dem Zu-Bett-Gehen für die an ihn herangetragenen Anliegen. “Ein Raum, der für mich sehr bedeutsam und wichtig ist”, gesteht der studierte Theologe und Psychologe : “Hier kann ich viel Kraft für den Alltag schöpfen.”


Auch das Erdgeschoss ist schlicht und ohne großen Luxus eingerichtet. Neben der kleinen Küche findet sich ein Esszimmer mit Zugang zu einer überdachten Terrasse. Einziger Luxus: Schwester Maria ist Haushälterin und kocht, wenn Gäste kommen. Ein sehr wichtiger Raum für den 62-Jährigen ist neben einem kleinen Arbeitszimmer das Wohnzimmer.


“In dem Raum finden viele Gespräche und Begegnungen statt. Schöne Begebenheiten, aber auch schwierige Gespräche, wenn Menschen Sorgen haben.” Den Menschen zuhören und ihnen nah zu sein, ist Bischof Benno ein Herzensanliegen. Dies spiegelt sich auch in seinem vollen Terminkalender wider: An diesem Tag, als ihn die VN besuchen, stehen neben einer Eucharistiefeier und Gesprächen mit Wien auch der Empfang einer Delegation aus Kolumbien und des Klimabündnis Vorarlberg an.
Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Instagram angezeigt.
Am Abend geht es für den Bischof in die Disco – natürlich in geistlicher Mission: Im Kuche.Klub in Feldkirch feiert er an diesem Abend gemeinsam mit Jugendlichen eine Firmparty. Solche besonderen Momente hält er auf seinem Instagram-Account fest. 5000 Menschen folgen ihm auf der sozialen Plattform, auf der er auch auf persönliche Nachrichten antwortet. Das schlägt sich in der Nutzungsdauer seines iPhones durch: “Teilweise nutze ich das Smartphone mehrere Stunden am Tag”, sagt er mit einem Schmunzeln. Zeit, die er sich als Bischof für den Austausch mit Menschen, auch auf digitalem Weg, gerne nimmt.
Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Instagram angezeigt.





Zur Person
Benno Elbs
Geboren: 16. Oktober 1960
Laufbahn: Priesterweihe am 16. Mai
1986 durch Bischof Bruno Wechner;
1986–1989 Kaplan in Bregenz-Mariahilf; 1989 Spiritual, 1990 Rektor
des Studieninternats Marianum in Bregenz;
1994–2005 Leiter des Pastoralamts der Diözese Feldkirch;
2005–2011 Generalvikar der Diözese Feldkirch;
2011 vom Konsultorenkollegium zum Diözesanadministrator
gewählt.
Am 8. Mai 2013 von Papst Franziskus zum Bischof von Feldkirch ernannt; Bischofsweihe am 30. Juni 2013.
Wahlspruch: Committe Domino viam tuam (dt. Befiehl dem Herrn deinen Weg; Psalm 37,5).
Am Sonntag, den 30. April, um 10 Uhr wird im Dom das Fest „10 Jahre Bischofsernennung Bischof Benno Elbs“ gefeiert – musikalisch gestaltet von der Dommusik mit der Kleinen Festmesse für Chor, Bläser und Orgel von Thomas Thurnher. Orgel: Domorganist Johannes Hämmerle; Leitung: Domkapellmeister Benjamin Lack.