Der Bagger-Dino beißt bei der Rheinbrücke zu

2500 Kubikmeter Stahlbeton warten darauf, abgebrochen zu werden.
Fußach, hard Der Brontosaurus hat Hunger. Gierig reckt er seinen langen, stählernen Hals nach unten und beißt sich durch den Stahlbeton, so als wäre es Butter. „Der hat den ganzen Tag Hunger, und er gibt auch nicht auf“, sagt Dietmar Gasser und lacht. Der 62-Jährige ist Baggerfahrer bei der Firma Höfle Bautruck. Sein derzeitiger Arbeitsplatz befindet sich bei der alten Rheinbrücke zwischen Hard und Fußach.
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Seit Mitte November 2022 rollt der Verkehr über die neue Rheinbrücke. Die alte Brücke nebenan kann daher weg. Nachdem zunächst der 480 Tonnen schwere Mittelteil aus Stahl über den Rhein geschoben wurde, um an Land zerkleinert zu werden, sind jetzt die Stahlbetonteile an der Reihe. Insgesamt müssen 2500 Kubikmeter Stahlbeton abgebrochen werden.

Brutale Beißkraft
Dietmar Gasser und sein Kollege Dennis haben am vergangenen Donnerstag die Arbeit aufgenommen. Zunächst ist die Fußacher Seite an der Reihe, anschließend werden die Maschinen auf die Harder Seite verlagert. Zwei Unterbauten hat Dietmar Gasser mit dem Bagger bereits vertilgt. Der Aufsatz, der wie ein Dinosaurierschädel aussieht, heißt in der Fachsprache Betonschere. Ihre Beißkraft ist gewaltig. „Die Schere drückt 180 Tonnen auf einen Quadratzentimeter zusammen“, verdeutlicht der Baggerfahrer.

Kollege Dennis hat auf seinem Bagger derweil ein anderes Gebiss im Einsatz. Auf der Baustelle wird es auch Krokodil genannt. Beim Krokodil es sich um einen Pulverisierer, mit dem die großen Teile zerlegt werden. „Dann bleibt nur noch das Eisen übrig. Das schnappen wir mit dem Magneten und zwicken es mit der Schere so, dass es in den Container reingeht“, erläutert Dietmar Gasser. Der zerkleinerte Beton wird anschließend mit dem Lkw zur Schredderanlage von Bautruck nach Lauterach gebracht, wo er zu Kies verarbeitet wird. Was die größte Herausforderung bei den Abbrucharbeiten ist? Der 62-Jährige muss nicht lange überlegen. “Dass wir im Zeitplan bleiben”, sagt er. “In acht Wochen sollten wir fertig sein. Damit wir das schaffen, arbeiten derzeit auch immer am Samstag.”
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Wenn die Brücke abgerissen ist, können die restlichen Arbeiten in Angriff genommen werden. Unter anderem müssen noch Stützwände verlängert und der Radweg fertiggestellt werden.





















