Keine Radfahrer im Achtal

Vorarlberg / 13.04.2023 • 18:02 Uhr
<p class="caption">Der Achtalweg zwischen Kennelbach und Doren soll aber zumindest für Fußgänger gut begehbar bleiben. <span class="copyright">VN/GER</span></p>

Der Achtalweg zwischen Kennelbach und Doren soll aber zumindest für Fußgänger gut begehbar bleiben. VN/GER

Das Projekt wird laut Landesrat Zadra zurzeit nicht weiterverfolgt.

Bregenz Die Vision, die ehemalige Wälderbahntrasse zwischen Kennelbach und Doren-Bozenau zu einem Radweg auszubauen, geistert schon lange in den Köpfen herum. Im Verkehrskonzept Bregenzerwald 2010 wurde sie ebenso aufgenommen wie im Radroutenkonzept Vorderwald 2011. Seit Juni 2021 ist außerdem klar, dass ein Ausbau technisch und geologisch grundsätzlich machbar wäre. Wäre, denn ob das Projekt jemals umgesetzt wird, ist fraglich. Auch Mobilitätslandesrat Daniel Zadra (38, Grüne) sieht das Projekt offenkundig skeptisch.

Mobilitätslandesrat Daniel Zadra.
Mobilitätslandesrat Daniel Zadra.

„Ein Radweg im Achtal wird zurzeit nicht weiterverfolgt“, sagt Zadra den VN und bestätigt damit einen Bericht in der Bregenzerwälder Zeitung. Als Grund dafür nennt er die Geologie, die Kosten und den Natura-2000-Schutzstatus. „Würden wir den Weg durch das Achtal wählen, würden wir massiv in ein Natura-2000-Gebiet eingreifen, das aus gutem Grund ganz rigorosen Schutzbestimmungen unterliegt. Einen Fußweg, einen Pfad soll es aber geben“, ergänzt er.

Mehr Varianten

Der Landesrat kennt wie auch die Regio-Verantwortlichen und die Teilnehmer der Regio-Vollversammlung bereits die Ergebnisse der Alternativenprüfung, die im Anschluss an die im Juni 2021 präsentierte Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben wurde. Die Öffentlichkeit soll in „einigen Wochen“ darüber informiert werden. Ursprünglich war das Ende 2022 geplant.

Die Verzögerungen begründet Zadra damit, dass in die Prüfung noch zusätzliche Varianten hineingenommen wurden. „Es macht einen Unterschied, ob ich Langener oder Alberschwender Bürgermeister bin. Das sind ganz andere Interessen. Deshalb haben wir alle miteinbezogen.” Derzeit sei man in Abstimmungen mit der Regio, da es noch ein paar Detailfragen, darunter Rückfragen an die Fachplaner gegeben habe, berichtet der Mobilitätslandesrat. „Es geht auch darum, was man wie bewertet. Das möchten wir transparent darstellen, damit es nachvollziehbar ist.”

Keine Radfahrer im Achtal
Keine Radfahrer im Achtal
Der gemeinsame Antrag von ÖVP und Grünen wurde Anfang März 2022 im Landtag einstimmig angenommen.

Anfangs wurden bei der Alternativenprüfung Varianten ab Doren-Bozenau in den Hangeinschnitten der Bregenzerachschlucht und von Egg über den Höhenrücken von Alberschwende ins Rheintal (entlang der L200) geprüft, wie es in einem Informationsblatt des Landes heißt. Mittlerweile sind laut Zadra acht Varianten im Spiel. „Man hat die Vor- und Nachteile evaluiert, sich die Verfahrensrisiken angeschaut, die Geologie, die Grundstückverfügbarkeit und wie lang sind die Strecken sind“, erläutert er.

Eine Bestvariante in dem Sinne gebe es nicht. Von den acht Varianten habe jede einzelne Variante Vor- und Nachteile. Wie man mit diesem Ergebnis weiter vorgeht, soll eben in ein paar Wochen gemeinsam mit der Regio präsentiert werden. Nur eines nimmt Zadra bereits vorweg: “Es ist ein Projekt mit einer extrem langen Perspektive, weil jede Alternative einen hohen finanziellen Mitteleinsatz benötigt.” Die exakten Kosten würden derzeit noch einmal intern geprüft. “Wir müssen auch die aktuellen Preissteigerungen einberechnen.”

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