Dornbirner Jugendwerkstätten ziehen positive Bilanz aus dem vergangenen Jahr

Vorarlberg / 08.04.2023 • 15:00 Uhr
Das Projekt "Leuchtturm", bei dem der Pflichtschulabschluss nachgeholt werden kann, gehört zu den Erfolgsgeschichten der Dornbirner Jugendwerkstätten.<span class="copyright"> cth</span>
Das Projekt "Leuchtturm", bei dem der Pflichtschulabschluss nachgeholt werden kann, gehört zu den Erfolgsgeschichten der Dornbirner Jugendwerkstätten. cth

DJW konnten über 30 Menschen in den Arbeitsmarkt vermitteln.

Dornbirn Krisenhafte Zeiten treffen Jugendliche besonders hart. Das zeigt die Bilanz der Dornbirner Jugendwerkstätten (DJW) für das Jahr 2022, in dem vor allem langzeitarbeitslose junge Menschen aus zum Teil sehr prekären sozialen Verhältnissen aufgrund der Pandemie-Auswirkungen, gesundheitlicher Einschränkungen und Perspektivenlosigkeit besonders zu leiden hatten.
In diesen Zeiten helfen die DJW weiter und waren mit einer Job- oder Ausbildungsvermittlung von rund zwei Dritteln der 2022 ausgeschiedenen Jugendlichen auch sehr erfolgreich. Jugendwerkstätten sind ein wichtiger Partner im Jugendnetzwerk. Sie bieten vielen Jugendlichen eine sinnvolle Beschäftigung und Perspektive.

Tülay Yilmaz, 38 Jahre, Lustenau: Ich bin seit fünf Monaten in den DJW. Mein Arbeitsbereich ist hauptsächlich die Stoffwerkstatt, in welcher Stoff geschnitten und gepresst wird. Positiv finde ich das angenehme Arbeitsklima, die multikulturelle Vielfalt und die entstandenen Freundschaften.
Tülay Yilmaz, 38 Jahre, Lustenau: Ich bin seit fünf Monaten in den DJW. Mein Arbeitsbereich ist hauptsächlich die Stoffwerkstatt, in welcher Stoff geschnitten und gepresst wird. Positiv finde ich das angenehme Arbeitsklima, die multikulturelle Vielfalt und die entstandenen Freundschaften.

„Besonders erfreulich ist, dass wir von den 47 Jugendlichen, die uns 2022 verlassen haben, 31 auf einen festen Arbeits- oder Ausbildungsplatz vermitteln konnten“, sagt Elmar Luger, Geschäftsführer der DJW. „Damit belegen wir im Vergleich mit ähnlichen Projekten in Österreich einen Spitzenplatz“, so Luger weiter. Ebenso positiv ist die Zufriedenheitsbefragung der betreuten Jugendlichen ausgefallen.

Ubeyd Durdu, 21 Jahre, Dornbirn: Ich habe in dem Monat, seit ich hier bin, schon verschiedene Werkstattbereiche kennengelernt, unter anderem die Tischlerei, den Metallbereich und den Außendienst sowie das Mithelfen beim Plakatieren oder bei einem Umzug. Die Vielseitigkeit und dass man als Mensch akzeptiert wird, finde ich toll.
Ubeyd Durdu, 21 Jahre, Dornbirn: Ich habe in dem Monat, seit ich hier bin, schon verschiedene Werkstattbereiche kennengelernt, unter anderem die Tischlerei, den Metallbereich und den Außendienst sowie das Mithelfen beim Plakatieren oder bei einem Umzug. Die Vielseitigkeit und dass man als Mensch akzeptiert wird, finde ich toll.

So fühlen sich 98 Prozent der Befragten in den DJW wohl. Sie bestätigen mehrheitlich, dass ihnen geholfen wird und sich ihre Lebensqualität steigert. Immerhin 85 Prozent empfehlen die DJW an arbeitslose Jugendliche weiter. Ebenso positiv auf die Lebenschancen von Jugendlichen wirkte sich das Projekt „Leuchtturm“ aus: 21 Jugendliche konnten 2022 ihren Pflichtschulabschluss nachholen. Mehr als 90 Prozent der Prüfungen wurden im ersten Anlauf gemeistert. „Das ist gelebte Chancengleichheit“, findet Luger.

Nasiba Jaffari, 28 Jahre, Dornbirn: Ich arbeite in den DJW seit einem Monat, davor habe ich den Pflichtschulabschluss hier nachgeholt. Es gefällt mir hier, weil das Arbeitsklima sehr angenehm ist und ich durch die Zusammenarbeit mein Deutsch verbessern kann.
Nasiba Jaffari, 28 Jahre, Dornbirn: Ich arbeite in den DJW seit einem Monat, davor habe ich den Pflichtschulabschluss hier nachgeholt. Es gefällt mir hier, weil das Arbeitsklima sehr angenehm ist und ich durch die Zusammenarbeit mein Deutsch verbessern kann.

Die positive Entwicklung zeige auch, wie wichtig der den Jugendlichen entgegengebrachte und von diesen selbst bestätigte Respekt sei. „Jede und jeder hat eine zweite, dritte und vierte Chance verdient. Um diese Chancengleichheit zu ermöglichen, braucht es die Jugendwerkstätten mehr denn je“, betont Gerald Mathis, Obmann der DJW. Auch der Geschäftsführer des Arbeitsmarktservice (AMS) Vorarlberg, Bernhard Bereuter, sieht die Jugendwerkstätten nicht nur als wesentlichen Partner für Arbeitsvermittlung: „Sie ermöglichen gerade den jungen Menschen, sich die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten für den Einstieg in den Arbeitsmarkt anzueignen. Darüber hinaus engagieren sie sich in betrieblicher Gesundheitsförderung und beim Erwerb sozialer Kompetenzen, was die vielen österreichischen Auszeichnungen eindrucksvoll bestätigen.“ CTH

Manuel Siller, 24 Jahre, Hard: Ich bin schon das zweite Mal in den DJW und habe dort auch meinen Pflichtschulabschluss nachgeholt. Ich habe schon sehr viele Arbeitsbereiche kennengelernt wie verschiedene Arbeitsaufträge im Außendienst, die Arbeit in der Stoffwerkstatt oder in der Industriewerkstatt.
Manuel Siller, 24 Jahre, Hard: Ich bin schon das zweite Mal in den DJW und habe dort auch meinen Pflichtschulabschluss nachgeholt. Ich habe schon sehr viele Arbeitsbereiche kennengelernt wie verschiedene Arbeitsaufträge im Außendienst, die Arbeit in der Stoffwerkstatt oder in der Industriewerkstatt.