Wie natürliches Ostereierfärben gelingt

Vorarlberg / 05.04.2023 • 19:25 Uhr
Sigrid Schertler (r.) zeigt vor, wie die Pflanzenmotive richtig platziert werden.
Sigrid Schertler (r.) zeigt vor, wie die Pflanzenmotive richtig platziert werden.

Beim OGV Wolfurt zauberten Kinder mit Naturfarben und Pflanzenmotiven Kreatives für das Osterfest.

Wolfurt Mittwochnachmittag im Schopf des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) in Wolfurt: Auf dem Herd köcheln Brennnesseln, Kurkuma sowie rote und braune Zwiebelschalen in Töpfen vor sich hin. Unterdessen verteilen Sigrid Schertler und ihre Gehilfinnen Eierschachteln, Nylonstrumpfteile, Wollknäuel und Scheren auf vier Tischen. Auf dem Osterferienprogramm des OGV steht nun natürliches Eierfärben mit Pflanzenmotiven. Statt künstlicher Farbe wird hier auf die Natur gesetzt. Mit dabei sind heuer rund 20 Kinder mit ihren Begleitpersonen.

Freya und Pia machten sich mit ihrer Mama Veronika auf die Suche nach Motiven.
Freya und Pia machten sich mit ihrer Mama Veronika auf die Suche nach Motiven.

Im ersten Schritt geht es darum, die passenden Motive zu finden. “Sucht am besten eher kleinere Blumen. Diese müssen ja auf dem Ei Platz haben”, erläutert Sigrid Schertler die Aufgabe und zeigt Anschauungsbeispiele wie Gänseblümchen oder Kleinen Löwenzahn her. Gemeinsam mit den Expertinnen und ihren Begleitpersonen schwärmt der Gärtnernachwuchs aus und macht sich auf dem OGV-Areal auf die Suche nach geeigneten Motiven.

Gänseblümchen sind ein beliebtes Motiv.
Gänseblümchen sind ein beliebtes Motiv.

Nachdem die Kinder ihre Motive gesammelt haben, geht es ans Eingemachte. “Zuerst muss das Gänseblümchen nass werden”, erklärt Schertler einer Gruppe Kindern und taucht die Pflanze in einen mit Wasser gefüllten Teller. Ronja (8) und Pia (5) platzieren unterdessen ihre Blumen und Gräser mit höchster Vorsicht auf den rohen Eiern.

Die Eier werden mit Strumpfteilen eng umwickelt.
Die Eier werden mit Strumpfteilen eng umwickelt.

Im nächsten Schritt werden die Eier in Nylonstrumpfteile oder Zwiebelnetzstücke eingewickelt. “Das kommt ganz eng drum herum”, zeigt Schertler vor und knotet das Ganze mit einem Wollfaden zu.

Auch Zwiebelnetze finden zum Färben von Mustern Verwendung.
Auch Zwiebelnetze finden zum Färben von Mustern Verwendung.

Nun geht es weiter zum Herd, wo die eingepackten Eier mit Unterstützung der Erwachsenen in den Sud getaucht werden. “Sie bleiben zwischen zehn und 20 Minuten drin. Umso länger, umso intensiver wird die Farbe”, sagt die OGV-Obfrau. Wer die Eier versenkt hat, darf während der Wartezeit seinen Eierkarton anmalen.

Vorsichtig werden die Eier in Sud getaucht.
Vorsichtig werden die Eier in Sud getaucht.

Mit Spannung erwarten die Kinder nun die Ergebnisse. Einer der ersten, die ihre Kunstwerke für das Osternest auswickeln, ist Levin (14). “Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis”, sagt er und legt ein weiteres rötlich gefärbtes Ei mit gelbem Pflanzenmotiv in den Eierkarton.

Zum Schluss freuten sich alle über natürlich schöne Ergebnisse.
Zum Schluss freuten sich alle über natürlich schöne Ergebnisse.

Um den kreativen Schmuckstücken noch den letzten Schliff zu verpassen, hat Sigrid Schertler noch einen Tipp parat: “Mit ein bisschen Fett einreiben. Dann glänzen sie schön.”

Ronja (8) gestaltete kreative Muster.
Ronja (8) gestaltete kreative Muster.