Lehrervertreter sieht keinen Bedarf für ein neues Gymnasium Marienberg

Vorarlberg / 27.03.2023 • 21:30 Uhr
Die Villa Raczyński, Sitz des Dominikanerinnenklosters und der Schule Marienberg. <span class="copyright">VN/PAulitsch</span>
Die Villa Raczyński, Sitz des Dominikanerinnenklosters und der Schule Marienberg. VN/PAulitsch

Schließlich gibt es im Raum Bregenz bereits mehrere Gymnasien, auch in privater Hand.

Bregenz “Wir lehnen die Pläne, in Bregenz-Marienberg ein zusätzliches Oberstufengymnasium in Vorarlberg zu errichten, ab”, erklärt Vizeobmann Stephan Obwegeser den Standpunkt des Landesvorstands der ÖVP-nahen ÖAAB-Lehrer. “Es braucht keine zusätzlichen Gymnasien in Vorarlberg, noch dazu am Standort Bregenz.”

Schließlich sind im Raum Bregenz inklusive Lauterach bereits fünf Gymnasien vorhanden, von denen zwei privat geführt werden. Es stelle sich die Frage, welche zusätzlichen Inhalte das Marienburg abdecken will, die die bestehenden Schulen nicht bieten.

Stephan Obwegeser <span class="copyright">Muche</span>
Stephan Obwegeser Muche

“Je weniger Privatschulen ein Land hat, desto verlässlicher ist das öffentliche Schulwesen; diese bildungspolitische Binsenwahrheit gilt auch für Vorarlberg”, hält Stephan Obwegeser fest. “In Wien erreichen mehr als 25 Prozent der Schüler die Reifeprüfung im Wege von Privatschulen, in Vorarlberg ist dieser Anteil deutlich unter 10 Prozent. Und das soll auch so bleiben.”

Der Lehrervertreter erwartet sich daher, dass sich die Betreiber Marienbergs mit dem Land, Bildungsdirektion und den anderen Schulen zusammensetzen und abklären, welche Bildungsinhalte im Großraum Bregenz fehlen, die von einem Oberstufengymnasium Marienberg abgedeckt werden sollen. Das Ergebnis dieser Gesprächsrunde kann Obwegeser sich jedoch bereits vorstellen: “Sie werden gemeinsam zum Ergebnis kommen, dass es ein zusätzliches Oberstufengymnasium nicht braucht.”

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