Shoppingparadies Bregenz

Vorarlberg / 21.03.2023 • 15:50 Uhr
Shoppingparadies Bregenz
Rudolf Zündel (VN), Norbert Bertolini, Oskar Spang, Vorarlberger Landesbibliothek

Die Geschichte des Landes in Bildern: Das GWL.

Von Thomas Feurstein

Bregenz Mit dem GWL (Gemeinschaftswarenhaus Leutbühel) wurde 1974 in Bregenz das erste große Shoppingcenter Vorarlbergs eröffnet.

Alte Gebäude mussten dem neuen Kaufhaus weichen.
Alte Gebäude mussten dem neuen Kaufhaus weichen.

Um dem Gebäude, aber auch dem Durchzugsverkehr mehr Platz zu geben, wurden rund um den Leutbühel zahlreiche historische Bauten abgerissen.

Im Architektur-Buch „Brutalismus in Österreich“ findet 2022 das GWL Erwähnung: „Die Straße durch das Zentrum war noch eine Verkehrshölle - vor der Errichtung eines Tunnels wälzte sich hier der gesamte Transitverkehr aus Süddeutschland über die Schweiz nach Italien. Hier wollte man Abwehr und Schutz zum Ausdruck bringen - und so schien Sichtbeton ein taugliches Mittel zum Zweck.“
Im Architektur-Buch „Brutalismus in Österreich“ findet 2022 das GWL Erwähnung: „Die Straße durch das Zentrum war noch eine Verkehrshölle - vor der Errichtung eines Tunnels wälzte sich hier der gesamte Transitverkehr aus Süddeutschland über die Schweiz nach Italien. Hier wollte man Abwehr und Schutz zum Ausdruck bringen - und so schien Sichtbeton ein taugliches Mittel zum Zweck.“

Während der Krieg nur wenige Schäden in der Bregenzer Innenstadt angerichtet hatte, sorgte die Bereinigung zugunsten des Straßenverkehrs für große Veränderungen.

Der letzte Feinschliff vor der Eröffnung.
Der letzte Feinschliff vor der Eröffnung.

Das Stuttgarter Architekturbüro „Lamm, Weber, Donath“ erhielt den Zuschlag für den Bau, da es schon mehrere ähnliche Projekte in Deutschland realisiert hatte. Mit dem dominanten Sichtbeton wollte man sich in Maßstab und Form von den historisch gewachsenen Altstädten absetzen.

Besonders hoch war in den ersten Tagen der Anteil der Kunden aus der BRD und der Schweiz. So waren die Formulare zur Rückforderung der Mehrwertsteuer in kurzer Zeit vergriffen und mussten nachbestellt werden. Damals waren die meisten Waren in Österreich billiger als im benachbarten Ausland.
Besonders hoch war in den ersten Tagen der Anteil der Kunden aus der BRD und der Schweiz. So waren die Formulare zur Rückforderung der Mehrwertsteuer in kurzer Zeit vergriffen und mussten nachbestellt werden. Damals waren die meisten Waren in Österreich billiger als im benachbarten Ausland.

Nach Schätzungen der Kaufleute besuchten in den ersten Tagen ca. 15.000 Menschen das GWL.