Hilfsgüter auf dem Weg ins Erdbebengebiet

Sachspenden aus Vorarlberg sind bereits in Richtung Syrien und Türkei geschickt worden.
Nenzing Seit einigen Tagen erschüttern die Bilder der Erdbebenkatastrophe in Syrien und der Türkei die Welt. Die Hilfsbereitschaft gegenüber den Betroffenen ist groß, auch in Vorarlberg. An einigen Orten werden Spendengelder und Hilfsgüter gesammelt. Die türkisch-islamische Moscheegemeinde Atib in Nenzing hat bereits 700 Pakete zusammengestellt.

“Angefangen haben wir erst vor drei Tagen”, erzählt Muhammed Karahan. Der Nenzinger hilft bei der Sammelaktion wie viele andere Freiwillige aus der Gemeinde Nenzing. “Die Menschen vor Ort brauchen Nahrungsmittel, Babynahrung, Hygieneartikel, Zelte, Decken und Schlafsäcke.”


Warme Kleidung ist aufgrund der kalten Temperaturen von besonderer Bedeutung, die gerade in dem Gebiet herrschen. Vorzugsweise sollten neue Sachen gestiftet werden. Die gespendete Ware wird bei Atib aussortiert. Anschließend werden Pakete zusammengestellt und jeweils mit dem Inhalt beschriftet.

Am Freitagnachmittag ist der erste vollgeladene Sattelschlepper losgefahren. Später ein kleiner Transporter befüllt mit Sägen und Hämmern, für die Hilfe zum Wiederaufbau, sowie Heizkörpern. “Wir fahren bis nach Adana, das ist in der Nähe der Grenze. Von dort aus werden die Spenden in die betroffenen Gebiete verteilt, Türkei und Syrien”, erklärt Karahan. “Jemand von uns fährt den Lastwagen.” Die Hilfsaktion findet in Zusammenarbeit mit dem türkischen Konsulat statt. Die Helfer sind stets in Kontakt mit den Behörden.


Bis einschließlich Montag können noch Hilfsgüter gespendet werden. Am Samstag und Sonntag sind Freiwillige von morgens bis abends um 20 Uhr vor Ort. Am Montag ist es möglich, die Ware bis 18 Uhr abzugeben, danach werden sich die letzten Lastwagen auf den Weg ins Erdbebengebiet machen.