Der Nahversorger: Einer für alles

Ein Nahversorger ist essenzieller Bestandteil im Dorfleben. Klaus Kramer ergriff vor fünf Jahren in Zusammenarbeit mit dem Verein “Dorfleben” die Initiative und gründete in Doren “Kramers Spar”.
Von Raffael Hummer
Doren Am 3. Februar feiert Klaus Kramer sein Fünfjähriges als Nahversorger in Doren. Nach dem Neuaufbau des Dorfladens entschloss er sich, diesen zu übernehmen. Heute kann er auf einen erfolgreichen Werdegang zurückblicken. “Das erste Jahr war reine Aufbauarbeit. Mittlerweile konnten wir uns etablieren und werden in der Region gut wahrgenommen.”

Ein ausschlaggebender Punkt, der den Dorfladen so beliebt macht, ist, dass Kramer für seine Kunden auch “sozialer Nahversorger” ist und damit einen sozialen Treffpunkt schafft. Die Leute, die bei ihm einkaufen, kennen sich und so trifft man sich bei ihm auch mal auf ein nettes Wort. “Im Dorfladen kaufen die Menschen weniger anonym ein als im großen Supermarkt. Manche kommen täglich vorbei, da nehmen wir uns auch die Zeit für einen kurzen Austausch”, erzählt Kramer.
Neuer Obmann im Verein “Dorfleben”
Um den Betrieb in Doren weiterhin aufrechtzuhalten, arbeitet Klaus Kramer unter anderem mit dem Verein “Dorfleben” zusammen. Dieser begleitete die Gemeinde Doren, die selbst Mitglied ist, beim Aufbau des Dorfladens. Die Verantwortlichen fungieren unter anderem als Bindeglied zur Politik, etwa bei finanziellen Fragen, wie der Nahversorgerförderung, von der viele kleine Läden abhängig sind. Nun wurde der Dorener Bürgermeister Guido Flatz als neuer Obmann des Vereins “Dorfleben” vorgestellt. Er übernimmt das Amt von Rainer Duelli.
Gemeinsam mit Geschäftsführer Karl-Heinz Marent und dem Dünser Bürgermeister Gerold Mähr, der im Verein als Kassier tätig ist, präsentierte der neue Obmann das Programm für das Jahr 2023, das ein schwieriges werden könnte. Die Dorfläden stünden aufgrund derzeitiger Krisen unter Druck, hohe Energiekosten und Personalmangel machen sich bemerkbar. Auch Lieferschwierigkeiten könnten zu Problemen führen, da etwa ein langjähriger Großhändler seinen Dienst im Land eingestellt hat. Um diese Probleme zu lösen, hofft der Verein weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit aller beteiligter Partner.

Nahversorgung in Vorarlberg
201 LebensmittelhändlerInnen gibt es in Vorarlberg
9 Gemeinden sind ohne Geschäft
50 Dorfläden sind gefördert durch Gemeinden und Land
2 Handelsketten beliefern
Ein Lebensmittelgeschäft erwirtschaftet im Mittel 567.000 Euro Umsatz
Weitere Informationen: www.nahversorgung.org