Aufruf zur Vogelzählung: Stunde der gefiederten Freunde

Vorarlberg / 05.01.2023 • 15:00 Uhr
Aufruf zur Vogelzählung: Stunde der gefiederten Freunde
Mit der Vogelzählung will Birdlife ein möglichst umfassendes Bild über die Veränderungen im Vogelbestand gewinnen. Fotos: Birdlife Österreich

Vom 6. bis 8. Jänner 2023 heißt es wieder Wintervögel zählen.

Schwarzach Für Naturfreunde sind die Wintermonate deshalb spannend, weil sich die heimische Vogelschar an den Futterhäusern gut beobachten lässt, oft sogar vom Fenster aus. Wer das muntere Treiben von dort verfolgt, kann viele interessante Entdeckungen machen. Und nicht nur das: Die alltägliche Begegnung mit Vögeln sowie das Hören von Vogelgesang verbessert nachweislich das psychische Wohlbefinden, haben Forscher herausgefunden. Von 6. bis 8. Jänner 2023 ruft die Vogelschutzorganisation BirdLife Österreich zur „Stunde der Wintervögel“ auf, einem Citizen-Science-Projekt, bei dem es darum geht, die Vogelbestände in bewohntem Gebiet zu beobachten und zu melden.

Die „Stunde der Wintervögel“ ist Österreich größte Mitmachaktion im Auftrag der Wissenschaft und geht dieses Jahr bereits zum 14. Mal über die Bühne. Eine Stunde lang sind große und kleine Tierfreunde dazu aufgerufen, die Vögel in der unmittelbaren Umgebung zu zählen und der Organisation mitzuteilen. Unter optimalen Bedingungen lassen sich bis zu drei Dutzend Vogelarten beobachten, oft kommen sogar Stammgäste an das Futterhäuschen.

Rückgang der Vogelbestände

Dass es derzeit eindeutig zu warm für die Jahreszeit ist, ist aber auch bei der Vogelfütterung spürbar. Wenn kein Schnee liegt, kommen die gefiederten Freunde auch nicht zum Futterhaus, weil sie in der Natur genügend Futter finden. In den vergangenen Jahren zeigte die Aktion einen stetigen Rückgang der Vogelbestände. „Die Datenreihe der letzten 13 Jahre zeigt, dass die Anzahl der Vögel in den heimischen Gärten kontinuierlich abnimmt“, sagt Gábor Wichmann, Geschäftsführer von BirdLife. Dieser negative Trend spiegelt sich in ganz Europa wider. Nach einer internationalen Studie aus dem Vorjahr sind auf dem Gebiet der EU in den letzten 40 Jahren rund 600 Millionen Brutvögel verschwunden. Mithilfe der „Stunde der Wintervögel“ können solche schleichenden Veränderungen der Vogelwelt festgestellt werden. Voraussetzung ist eine über Jahre andauernde, regelmäßige Beobachtung. 

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Vogelzählung: So geht’s

Bei der Bestandsaufnahme der Wintervögel kann jeder mitmachen, egal ob im eigenen Garten, im Park oder am Balkon. Vorwissen ist für die Vogelzählung keines nötig. Innerhalb einer frei wählbaren Stunde werden die Vögel rund um die Futterstelle nach Art und Anzahl gezählt. An welchem der drei Tage vom 6. bis 8. Jänner 2023 beobachtet wird, bleibt den Vogelfreunden selbst überlassen. Wichtig dabei ist, dass jeweils die Höchstzahl der gleichzeitig gesehenen Vogelart notiert wird, um Doppelzählungen zu vermeiden. Auch die Meldung darüber, dass gar keine Vögel gesehen wurden, ist eine wertvolle Information.

Beobachtungen melden:
Online ab dem 6. Jänner 2023 unter www.birdlife.at
 Teilnahmefolder ausfüllen und per Post bis zum 16. Jänner 2023 an BirdLife
Österreich, Museumsplatz 1/10/8, 1070 Wien schicken.
Fotos hochladen:
Es gibt auch wieder die Möglichkeit, Fotos in die Galerie hochzuladen.

<strong>Stieglitz </strong>Der spitze, elfenbeinfarbene Schnabel des Stieglitz eignet sich hervorragend, um an die Samen von Disteln oder Stauden zu gelangen. Stieglitze sind fast reine Vegetarier, Insekten sind eher uninteressant für die Vögel. Auffallend ist ihr fröhlicher Gesang und der wellenförmige Flug.<br><span class="copyright">Gebhard Brenner</span>
Stieglitz Der spitze, elfenbeinfarbene Schnabel des Stieglitz eignet sich hervorragend, um an die Samen von Disteln oder Stauden zu gelangen. Stieglitze sind fast reine Vegetarier, Insekten sind eher uninteressant für die Vögel. Auffallend ist ihr fröhlicher Gesang und der wellenförmige Flug.
Gebhard Brenner
<strong>Erlenzeisig </strong>Der grüngelb gefärbte Erlenzeisig fällt vor allem durch seine deutliche Strichelung sowie das kontrastreiche gelbschwarze Flügelmuster auf. Er turnt auf der Suche nach Nahrung geschickt auf Ästen herum. Wie viele Finken ist er sehr gesellig und kommt im Schwarm. <span class="copyright">Alexander Tschögele.</span><br>
Erlenzeisig Der grüngelb gefärbte Erlenzeisig fällt vor allem durch seine deutliche Strichelung sowie das kontrastreiche gelbschwarze Flügelmuster auf. Er turnt auf der Suche nach Nahrung geschickt auf Ästen herum. Wie viele Finken ist er sehr gesellig und kommt im Schwarm. Alexander Tschögele.
<strong>Kleiber</strong> Als einziger einheimischer Vogel kann der Kleiber kopfüber den Stamm hinunterlaufen, wo er nach Insekten sucht. Das macht der blau-orangene Singvogel aber nicht geradlinig, sondern in leichten Seitwärtsbewegungen. Kleiber sind sperlingsgroß. <span class="copyright">Hansjörg Lauermann</span>
Kleiber Als einziger einheimischer Vogel kann der Kleiber kopfüber den Stamm hinunterlaufen, wo er nach Insekten sucht. Das macht der blau-orangene Singvogel aber nicht geradlinig, sondern in leichten Seitwärtsbewegungen. Kleiber sind sperlingsgroß. Hansjörg Lauermann
<strong>Eichelhäher </strong>Der Eichelhäher ist dank seines Gefieders unverkennbar. Vor allem die leuchtend blau und schwarz gestreiften Flügeldecken sowie die bräunlich-rosafarbene Rückenseite sind auffallend. Den Namen verdankt er seiner Eigenart, Vorräte an Eicheln und Nüssen anzulegen.<span class="copyright"> Gebhard Brenner</span><br>
Eichelhäher Der Eichelhäher ist dank seines Gefieders unverkennbar. Vor allem die leuchtend blau und schwarz gestreiften Flügeldecken sowie die bräunlich-rosafarbene Rückenseite sind auffallend. Den Namen verdankt er seiner Eigenart, Vorräte an Eicheln und Nüssen anzulegen. Gebhard Brenner
<strong>Grünfink</strong> Der Grünfink ist ein recht großer Singvogel. Gegen Futterkonkurrenten am Futterhaus kann der Brutvogel sehr streitsüchtig werden. Es hat einen auffälligen gelbgrünen Brust- und Bauchbereich, der Rücken geht ins Gräuliche. <span class="copyright">Rainer Windhager.</span><br>
Grünfink Der Grünfink ist ein recht großer Singvogel. Gegen Futterkonkurrenten am Futterhaus kann der Brutvogel sehr streitsüchtig werden. Es hat einen auffälligen gelbgrünen Brust- und Bauchbereich, der Rücken geht ins Gräuliche. Rainer Windhager.
<strong>Buchfink </strong>Der Buchfink war ursprünglich ein Waldvogel. Seine Anpassungsfähigkeit hat den farbenfrohen Vogel in die Nähe des Menschen gebracht. Futter suchen Buchfinken eher am Boden. Nicht einmal strömender Regen kann den Buchfinken von seinem Gesang abhalten.<span class="copyright"> Lisa Lugerbauer</span><br>
Buchfink Der Buchfink war ursprünglich ein Waldvogel. Seine Anpassungsfähigkeit hat den farbenfrohen Vogel in die Nähe des Menschen gebracht. Futter suchen Buchfinken eher am Boden. Nicht einmal strömender Regen kann den Buchfinken von seinem Gesang abhalten. Lisa Lugerbauer
<strong>Rotkehlchen</strong> Das Rotkehlchen ist zwar nur etwa 14 Zentimeter groß und 18 Gramm leicht, trotzdem kann es richtig Krach machen. Sie verteidigen lautstark ihr Revier und können dabei bis zu 100 Dezibel erreichen. Außerdem sind sie Frühaufsteher: Schon vor Sonnenaufgang kann man ihren Gesang hören. <span class="copyright">Rainer Windhager</span>
Rotkehlchen Das Rotkehlchen ist zwar nur etwa 14 Zentimeter groß und 18 Gramm leicht, trotzdem kann es richtig Krach machen. Sie verteidigen lautstark ihr Revier und können dabei bis zu 100 Dezibel erreichen. Außerdem sind sie Frühaufsteher: Schon vor Sonnenaufgang kann man ihren Gesang hören. Rainer Windhager