Vorarlbergs Bundesheer steht Lawinensonde bei Fuß

Vorarlberg / 15.12.2022 • 17:43 Uhr
Vorarlbergs Bundesheer steht Lawinensonde bei Fuß
Die Vorarlberger Soldaten bereiteten sich auf den Lawineneinsatz vor. Bundesheer/Koppitz

Soldaten des Jägerbataillons und der Militärmusik bereiteten sich auf Lawinensaison vor.

Bregenz, Bludesch Bereits seit dem 3. November 2022 hält das Bundesheer österreichweit bis zu 300 Alpinsoldaten und drei Heeres-Hubschrauber für Lawineneinsätze bereit. In Vorarlberg stehen unter der Verantwortung des Militärkommandos 40 Soldaten und eine angemessene Personalreserve als Lawineneinsatzzug bereit.

Der Einsatz der Lawinensonde und das gemeinschaftliche Suchen muss geübt sein. <span class="copyright">Bundesheer/Koppitz</span>
Der Einsatz der Lawinensonde und das gemeinschaftliche Suchen muss geübt sein. Bundesheer/Koppitz

Vonseiten des Jägerbataillons 23 wird ein Einsatzleiter, eine Führungsgruppe, Sanitäter gestellt, hinzu kommen eine auf das Hochgebirge spezialisierte Gruppe. Vonseiten der Militärmusik und dem Dienstbetrieb des Militärkommandos ergänzen drei Suchgruppen den Zug. Ihnen zur Verfügung stehen bei Bedarf Quads und die geländegängigen Hägglunds der Walgaukaserne. Diese speziell für das Hochgebirge ausgerüsteten und ausgebildeten Kräfte stehen, wenn sie zu einem Assistenzeinsatz angefordert werden, für Lawineneinsätze bis mindestens 28. April 2023 zur Verfügung.

Lawinenübung in Bürserberg

Unter der Leitung von Leutnant Christoph Gruber des Jägerbataillons 23 verlegte der Lawineneinsatzzug Vorarlberg diese Woche zur Ausbildung auf die Tschengla bei Bürserberg. Es übten insgesamt 75 Soldaten des Hochgebirgs-Jägerbataillons 23 aus Bludesch und ein Hilfszug der Militärmusiker aus Bregenz den Lawineneinsatz.

Die Universaltrage der Armee kam an der Tschengla zum Einsatz. <span class="copyright">Bundesheer/Koppitz</span>
Die Universaltrage der Armee kam an der Tschengla zum Einsatz. Bundesheer/Koppitz

An vier verschiedenen Stationen wurden alle Tätigkeiten geübt, die beim Abgang einer Lawine zu beachten und einzuhalten sind. Es begann mit den ersten Maßnahmen nach Lawinenabgang und die richtige Reihenfolge der Tätigkeiten, von der Einteilung von Beobachtern bis zur Markierung der Arbeitsbereiche am Lawinenkegel. In weiterer Folge wurde die Verschüttetensuche und vor allem die Handhabung des Lawinenpieps und der Lawinensonde geübt. Danach folgte die richtige Bergung und Lagerung eines Lawinenopfers und der Abtransport. Die Soldaten mussten dann außerhalb des Gefahrenbereiches den geretteten Kameraden für den Abtransport mit dem Hubschrauber vorbereiten. Der Höhepunkt der Übung war die Windenbergung des Verletzten durch einen Bundesheerflugretter mit dem Hubschrauber AB 212.

Per Helikopter wurde der "Verletzte" abtransportiert.<span class="copyright"> Bundesheer/Koppitz</span>
Per Helikopter wurde der "Verletzte" abtransportiert. Bundesheer/Koppitz

Ein weiteres Training im Schigebiet Außergolm, bei dem alles Gelernte nochmals geübt und gefestigt wurde, beendete die Ausbildungsphase. Nun ist der Lawineneinsatzzug für alle Einsätze in Vorarlberg fertig ausgebildet und gerüstet.