Im Winter kann man nicht nur Skifahren

Vorarlberg / 13.12.2022 • 14:15 Uhr
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Steurer

Wem das Skifahren langweilig geworden ist, kann eventuell etwas Neues für sich entdecken.

Bregenz Sportliche Aktivität ist in den dunklen Jahreszeiten besonders von Bedeutung. Nicht nur um fit zu bleiben, sondern weil die Beschäftigung die Produktion des Glückshormons Serotonin ankurbelt, Stress reduziert und ein gesundes Herzkreislaufsystem fördert.

Da Vorarlberg mit einigen Skigebieten bestückt ist, ist das Skifahren für viele die Nummer eins. Aber was ist, wenn einem das heuer zu teuer oder gar zu langweilig geworden ist? Die Inflation und hohe Energiekosten zwingen einige Haushalte zum Sparen. Aus diesem Grund haben die VN einige spannende Sportarten zusammengestellt, die im Winter auch für den kleinen Geldbeutel geeignet sind.

Spaß auf dem Eis

Nico Galehr ist 22 Jahre alt. <span class="copyright">VN</span>
Nico Galehr ist 22 Jahre alt. VN

Für viele Wintersportler steht Eislaufen an erster Stelle, weil es ein Spaß für Alt und Jung ist. Am Eislaufplatz in Hohenems oder in Hard kann ein Sonntagnachmittag auf dem Eis mit einer heißen Schokolade verbracht werden. Das zeigt Nico Galehr aus Dornbirn vor: “Ich bin relativ selten im Winter am Skifahren. Eislaufen gehe ich schon ab und zu mal.” Dem 22-Jährigen macht es viel Spaß, für ihn ist es eine gute Abwechslung im Winter. “Hauptsächlich komme ich wegen meiner kleinen Schwester hierher”, erzählt er.

Winterwunderland genießen

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Alexandra serra

Ein langer Spaziergang im Schnee kostet nichts. Hinzu kommt, dass man vielleicht die berüchtigten 10.000 Schritte am Tag machen könnte. In Vorarlberg gibt es einige Routen zum Winterwandern, darunter Übersaxner Gulm, Höhenwanderweg in Brand oder Rundwanderung am Bürserberg. So bleibt man fit und genießt die herrliche Aussicht der schneebedeckten Berge.

Ganzkörpertraining

Katrin Michel (links) und Katrin Fried.
Katrin Michel (links) und Katrin Fried.

Höhenangst sollte man nicht haben, wenn man sich am Klettern versuchen möchte. In Vorarlberg gibt es einige Hallen dafür. “Es macht Spaß, weiterzukommen und Fortschritte zu spüren“, sagt Katrin Michel aus Alberschwende, die den Sport seit elf Jahren betreibt. Gemeinsam mit ihrer Bekannten Katrin Fried ist sie bis zu drei Mal in der Woche in der Kletterhalle K1 in Dornbirn. Die zwei Frauen begeistern sich für das Klettern insbesondere, weil dabei die ganze Muskulatur beansprucht wird. Ebenfalls sei es die mentale Herausforderung, wie die Angst, die manchmal überwunden werden muss, die sie reizt. “Mal schauen, ob ich dieses Jahr Skifahren gehe. Ich habe erst vor zwei Jahren damit angefangen. Ich glaube, ich werde mehr klettern”, fügt Michel hinzu.

Rodeln

Die 8-jährigen Zwillinge Michael und Johannes beim Schlittenfahren im ersten Schnee in Laz oberhalb von Nüziders.<span style="color: rgba(111, 111, 111, var(--tw-text-opacity)); font-size: 0.75rem; text-transform: uppercase;"> Oliver Lerch</span>
Die 8-jährigen Zwillinge Michael und Johannes beim Schlittenfahren im ersten Schnee in Laz oberhalb von Nüziders. Oliver Lerch

Ein großer Spaß für die Kleinen und die Großen ist das Rodeln. Wenn man den Berg erst runter geflitzt ist, ist das anstrengende Hochlaufen schon vergessen. Am beliebtesten ist die Rodelbahn am Bödele in Dornbirn. Aber auch das Nachtrodeln bei Flutlicht oder im Fackelschein gewinnt immer mehr Fans. Die längste Nachtrodelbahn ist 5,5 Kilometer lang und befindet sich in St. Gallenkirch-Garfrescha im Montafon.

Einfacher als Tennis

Christian Salvadori (links) Thilo Fessler und Ronald Schwarz.
Christian Salvadori (links) Thilo Fessler und Ronald Schwarz.

Auch in der Squashanlage in Lauterach kann im Winter eine neue Sportart ausprobiert werden. Ronald Schwarz aus Dornbirn spielt schon seit 23 Jahren Squash: “Man kann relativ schnell lernen, es zu spielen, schneller als Tennis.” Schwarz spricht aus Erfahrung, denn er spielt nebenher auch Tennis. “Beim Squash bist du am Anfang nach einer Stunde schon erledigt. Der große Vorteil ist, dass die körperliche Aktivität extrem trainiert wird und das ist, was einen Sport vom Gesundheitsaspekt ausmacht.” Man müsse die Kondition dafür haben oder trainiert sich diese durch Squash an, meint Mitspieler Christian Slavadori aus Lustenau. In der Squashanlage Lauterach kann man sich für wenig Geld an dem Sport versuchen. Das Equipment – die Schläger und den Ball – kann dort einfach ausgeliehen werden.

Thilo Fessler und Ronald Schwarz bei einem Spiel.
Thilo Fessler und Ronald Schwarz bei einem Spiel.

Badespaß

Sonja Vierhauser aus Nüziders ist im Val Blue.
Sonja Vierhauser aus Nüziders ist im Val Blue.

“Man benutzt beim Schwimmen den ganzen Körper und die Muskulatur, dabei schadet man den Knien und Gelenken nicht”, sagt Sonja Vierhauser aus Nüziders. Sie ist bis zu fünf Mal in der Woche im Becken und macht ihre Einheiten. “Ich schaue immer, dass ich vier Kilometer mache. Umgerechnet muss ich dafür 160 Mal von einem Beckenrand zum anderen schwimmen.” Im Val Blu in Bludenz bietet sich die Bahn dafür gut an, aber auch andere Hallenbäder in Vorarlberg haben ein gutes Angebot. “Auch, wenn ich diesen Winter Skifahren gehen werde, da ich den Vorverkauf genutzt habe, bleibt Schwimmen meine Hauptsportart. Die anderen sind eher Abwechslung.”