Neues Erscheinungsbild für St. Gerolder Friedhof

Vorarlberg / 29.11.2022 • 09:00 Uhr
Jürgen Katschitsch steht hier vor der Lehmmauer auf dem Friedhof von St. Gerold. <span class="copyright">HAB</span>
Jürgen Katschitsch steht hier vor der Lehmmauer auf dem Friedhof von St. Gerold. HAB

Der Friedhof von St. Gerold bedarf dringend einer Sanierung bzw. einer Neugestaltung.

St. Gerold Der Pfarrkirchenrat von St. Gerold mit Pater Christoph, Marion Frühwirth, Jürgen Katschitsch und Markus Erhart beschäftigt sich seit dem letzten Jahr intensiv mit den Planungen für die notwendige Sanierung bzw. der Neugestaltung des Friedhofs von St. Gerold. Derzeit sind nur noch drei Gräber nicht belegt. „Miteinander reden ist das Wichtigste“, so Pater Christoph. Daher wurde vergangene Woche in St. Gerold ausgiebig über die notwendigen Arbeiten am Friedhof gesprochen, um Missverständnisse auszuräumen. Bei der Diskussion, bei der sich auch Bürgermeister Alwin Müller, Bestatter Helmut Burtscher und Betriebsleiter David Ganahl einbrachten, konnte vieles geklärt werden.

Der konfessionslose Friedhof gehört der Pfarre und wird von der Gemeinde verwaltet. Ein einheitliches Bild wird angestrebt, auch um den Wunsch von Pater Nathanael zu verwirklichen: „Nach dem Tod sind alle gleich, das soll auch beim Friedhof umgesetzt werden.“ Wichtig sind auch die Preise: Für 750 Euro kann das Grab 15 Jahre belegt werden, Namenstafel und Betreuung sind inklusive.

In angeregter Diskussion: Helmut Burtscher, David Ganahl, Probst Pater Martin und Pater Christoph. <span class="copyright">HAB</span>
In angeregter Diskussion: Helmut Burtscher, David Ganahl, Probst Pater Martin und Pater Christoph. HAB

Wie die Neugestaltung aussieht

Eine Sanierung bzw. Erweiterung des Friedhofs ist aus verschiedenen Gründen notwendig. Zum einen ist der Pflastersteinweg durch Setzungen teilweise stark beschädigt. Dieser muss saniert und begradigt werden. Die Gräbertiefe bei einzelnen Gräbern ist viel zu gering. Auch der Bereich der Kindergräber muss neugestaltet und weitere Kapazitäten durch neue Urnen- und Sarggräber geschaffen werden. Dabei wird eine neue Lehmmauer errichtet, sodass circa 30 neue Urnen- und Sarggräber Platz haben. Die Kindergräber werden ebenfalls mit einer Lehmmauer und neuer Bepflanzung aufgewertet. Ein eigener Bereich für Sternenkinder ist angedacht. Darüber hinaus wird das Kriegerdenkmal in den westlichen Bereich versetzt und eine Bewässerungsanlage soll eingebaut werden. Zusätzlich werden drei Stellen geschaffen, wo Besucher die Möglichkeit haben, Kerzen für ihre Verstorbenen aufzustellen und anzuzünden.

Bürgermeister Alwin Müller, Jürgen Katschitsch, Marion Frühwirth und Pater Christoph. <span class="copyright">HAB</span>
Bürgermeister Alwin Müller, Jürgen Katschitsch, Marion Frühwirth und Pater Christoph. HAB

Heimische Betriebe beauftragt

Zur Finanzierung stehen Eigenmittel, Förderbeiträge der Gemeinde bzw. der Diözese und diverse Spenden zur Verfügung. Offen ist noch, wer aus förderungstechnischen Gründen als Bauherr auftreten soll, die Gemeinde oder die Pfarre. Martin Rauch, der die derzeitige Lehmmauer geplant und errichtet hat, ist wieder bei dem Projekt dabei, ansonsten sollen die Arbeiten an einheimische Betriebe vergeben werden. Auch werden fallweise Pfarrmitglieder zu verschiedenen Arbeiten eingeladen, um mitzuhelfen. HAB