Wälder Sozialaktion als starkes Signal der Solidarität

Hunderte Gäste unterstützten das Engagement der Gemeindevertretungen Bezau und Reuthe.
Bezau, Reuthe Den Krankenpflegeverein mit einer Benefizaktion finanziell und ideell zu unterstützen – das war 2014 der Ausgangspunkt für eine Aktion der Gemeindevertretungen von Bezau und Reuthe, die sich für ein Wochenende als Wirtsleute betätigten und den Erlös der Sozialaktion auf Baumgarten dem Krankenpflegeverein zur Verfügung stellten.
Neben dem finanziellen Aspekt war die Aktion auch ein Signal der Solidarität mit der Krankenpflege. Sechsmal fand diese Aktion statt, knapp 50.000 Euro konnten dabei für die Unterstützung des Krankenpflegevereins der beiden Gemeinden lukriert werden, dann kam Corona und in den beiden vergangenen Jahren war die Aktion nicht möglich. Umso erfreulicher war der Neustart nach der Zwangspause – und die siebte Auflage erbrachte ein Rekordergebnis. „Auch wenn die Endabrechnung noch nicht vorliegt, heuer dürfen wir uns auf die höchste Unterstützung freuen. Vielen Dank an die Akteure, die Sponsoren und natürlich die vielen Gäste, die auf Baumgarten gekommen sind, um die Aktion zu unterstützen“, fasste Georg Fröwis, 2014 als Bürgermeister „Miterfinder“ der Aktion und seit dem Vorjahr Obmann des Krankenpflegevereins, den heurigen Erfolg zusammen.

Wie jedes Jahr wurde die Betriebszeit der Seilbahn vor der Revision für die Benefizaktion noch einmal um ein Wochenende verlängert. Sehr zur Freude vieler Wanderfreunde oder Dutzender Flugsportler, die mit ihren Gleitschirmen noch einmal von Baumgarten aus starteten. Und für alle war es ein guter Grund, im Panoramarestaurant vorbeizuschauen und die Aktion zu unterstützen. Besonders ausgiebig feierte eine Gruppe aus Mengen in Württemberg, die die Benefizaktion noch einmal für einen Ausflug in die Berge nutzte.

Auf der anderen Seite fungierten die Gastgeber in ungewohnter Rolle. Mandatarinnen und Mandatare hatten schon im Vorfeld viel Arbeit. „Sie stießen mit ihren Anliegen überall auf große Bereitschaft und Unterstützung“, lobte Fröwis das Teamwork – die Gemeindevertretungen, die Seilbahn mit Geschäftsführer Fidel Meusburger, das Küchenteam, die MOHI-Frauen und ihre Helferinnen, die 40 Kuchen und Torten lieferten, die Suppenspender Hotel Post und Hotel Bad Reuthe, die Bäckerei Kleber und die Metzgerei Strohmaier, die Gartenfreunde Reuthe-Bezau, die Hangspitzbuobo sowie die d’moonies für die musikalische Begleitung. Zum reibungslosen Ablauf trug federführend Marcella Künzler bei.

Nun haben sich auch die fünf witus-Gemeinden mit einem Spendenscheck eingestellt. Im Rahmen des Radwettbewerbs Radius haben die Aktiven aus Bezau, Bizau, Reuthe, Mellau und Schnepfau insgesamt 222.645 Kilometer absolviert, dafür wurde pro Kilometer ein Cent, macht 2226 Euro, an die Krankenpflegevereine der fünf Gemeinden gespendet, Bezau und Reuthe erhielten davon mehr als die Hälfte, 1170 Euro für rund 117.000 Kilometer. stp