Ruhe in den Skigebieten. Mit der Hoffnung auf …

Das erste zarte Vorfühlen des Winters ist zu wenig, um sich für die Skisaison zu rüsten.
Schwarzach Peter Marko, Geschäftsführer der Silvretta Montafon, erzählt die Geschichte gerne. “Es war vor vielen Jahren am 17. Dezember. Ich war in einem Tiroler Skigebiet beschäftigt. An diesem Tag brachte eine große holländische Tageszeitung Bilder von den grünen Hängen des Skigebiets. Nur als die Zeitung erschien, hatte es zu schneien begonnen und all das Grün war schon längst Weiß.” Von daher sei er auch in Anbetracht der Rückkehr milder Temperaturen nicht nervös. “Ein bisschen angespannt, ja. Aber das ist man in unserem Job immer.”
Man sei auf alle Szenarien eingestellt und werde Schritt für Schritt bis zum Vollbetrieb in die neue Wintersaison gleiten, sagt Marko. “Je nach Bedingungen. Wir fangen traditionell mit dem Hochjoch an und weiten die Schneeproduktion nach und nach aus”, erklärt der Geschäftsführer. Was bei der Silvretta Montafon bedeutet: Noch im November soll es am Hochjoch losgehen, bis zum Start der Hochsaison mit Vollbetrieb vor Weihnachten.

Andere Arbeiten
Bitte warten, heißt es bezüglich Kunstschneeerzeugung auch im Skigebiet Damüls-Mellau. “Wir fangen gewöhnlich Anfang November mit der Kunstschneeproduktion an. Jetzt müssen wir halt wieder etwas warten. Nervös macht uns das nicht”, berichtet Markus Simma, Geschäftsführer der Damülser Bergbahnen. 170 Schneekanonen stehen im Skigebiet Damüls-Mellau bereit, um loszulegen, wenn die Bedingungen entsprechend sind. “Wir haben trotzdem genug zu tun im Skigebiet. Die Lifte werden einer Revision unterzogen, Streckenzäune angebracht, an den Gebäuden gilt es noch das eine oder andere instandzusetzen.” 25 Personen arbeiten derzeit im Skigebiet, wenn der Betrieb läuft, werden es 82 sein.
Frau Holle gibt Startschuss
Am Bödele ob Dornbirn muss man sich über Kunstschneeproduktion keine Gedanken machen. Aus dem einfachen Grund, weil es dort keine Schneekanonen gibt und man von dem abhängig ist, was Frau Holle gibt, oder eben auch nicht. Herbert Kaufmann, Geschäftsführer der Dornbirner Seilbahnen, zerbricht sich über die Skisaison noch nicht den Kopf. “Wenn’s schneit, können wir loslegen, vorher nicht. So einfach ist das bei uns.” Je nach Beschaffenheit des Schnees braucht man am Bödele zwischen 30 und 40 Zentimeter, um einen Skibetrieb zu gewährleisten. “Je feuchter dieser Schnee ist, desto besser”, sagt Kaufmann. Zwei Tage Arbeit wären für die fünf bis sechs Mitarbeiter notwendig, um befahrbare Skipisten zu präparieren.