Klimatreffen auf dem Gipfel

Bürgermeister aus dem Vorderwald unterzeichneten Klimaziele für die Region und hoffen auf Bürgerbeteiligung.
Sibratsgfäll Es sind durchaus ambitionierte Ziele, die sich neun Bürgermeister aus dem Vorderen Bregenzerwald gesetzt haben. So sollen bis zum Jahr 2030 alle gemeindeeigenen Gebäude und Anlagen zu hundert Prozent mit erneuerbarem Strom aus der Region versorgt und das Thema Heizöl damit erledigt sein. Zudem ist geplant die komplette Straßenbeleuchtung bis dahin ebenso energieeffizient umzurüsten.
Auf dem Weg zu den Klimagipfelzelen setzen die Gemeindeverantwortlichen auf Photovoltaikanlagen. Konkret müssen dafür in den kommenden acht Jahren Anlagen mit 1600 Kilowatt-Peak (kWp) Leistung auf den Gebäuden installiert werden. Von der Fläche her entspricht dies zusammengerechnet rund 10.000 Quadratmetern, die ungefähre Größe eines Fußballfeldes.

“Dies bis 2030 zu realisieren, wird natürlich eine Herausforderung”, sagt Monika Forster vom Energieinstitut Vorarlberg. Sie ist seit zwölf Jahren Projektleiterin der sogenannten Energieregion Vorderwald. Dabei handelt es sich um eine von mittlerweile 120 Modellregionen in Österreich.
Dies bis 2030 zu realisieren, wird natürlich eine Herausforderung.
Monika Forster, Projektleiterin
Umgesetzt wurden in den vergangenen zwölf Jahren im Vorderwald bereits zahlreiche Projekte, wie Forster berichtet. Im Fokus stand auch die Bewusstseinsbildung für Umwelt- und Klimathemen. So habe sich auch in privaten Haushalten schon einiges getan.
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Bürgerbeteiligung geplant
Nun unterzeichneten die Bürgermeister diese Woche bei einer Wanderung auf das Renkknie in Sibratsfäll (1411 Meter) im Rahmen eines symbolischen Akts besagte neue Klimaziele. “Gemeindebeschlüsse dazu gibt es schon”, berichtet Forster. In einem nächsten Schritt sollen auch die Bürgerinnen und Bürger mit ins Boot geholt werden, um das Vorhaben rund um die Photovoltaik-Anlagen finanziell stemmen zu können.
Interessierte sollen sich ab dem nächsten Jahr mit dem Kauf von sogenannten Sonnenscheinen an den Anlagen der Gemeinden beteiligen können. “Nach einer gewissen Zeit wird der Betrag dann refundiert”, erklärt Forster das Prinzip. Ziel sei es, gemeinsam Schritt für Schritt in Richtung Energieautonomie voranzugehen. Mit dem Fokus auf Schritt für Schritt, wie auf dem Weg zum Gipfel. VN-MEF
Energieregion Vorderwald
Gegründet: 2009
Gemeinden: Doren, Hittisau, Krumbach, Langen, Langenegg, Lingenau, Riefensberg, Sibratsgfäll und Sulzberg
Gefördert vom Österreichischen Klima- und Energiefonds