Eine Militärübung für jeden vierten Milizsoldaten

Vorarlberg / 23.09.2022 • 19:45 Uhr
<span class="copyright">Bundesheer/Mock</span>
Bundesheer/Mock

Die Vorarlberger Miliz beendet ihre Waffenübung erfolgreich. Doch weite Teile der Miliz bleiben ohne Übungsmöglichkeit.

Bregenz Das Vorarlberger Miliz-Jägerbataillon beendet mit dem heutigen Samstag seine zehntägige Waffenübung am Truppenübungsplatz Wattener Lizum in Tirol. Für viele der eingerückten 180 Milizsoldaten war es die erste Milizübung überhaupt, und 520 Milizsoldaten fehlten grundsätzlich.

Denn wie bereits zur Angelobung des neuen Miliz-Bataillonskommandanten, Major Martin Netzer, berichtet, besteht mit etwa drei Vierteln das Gros der Miliz aus zeitlich befristeten Milizsoldaten, die nach ihrem Grundwehrdienst rein auf dem Papier die Miliz als erste Reserve auf Sollstärke bringen. Verpflichtende Übungen sind für diese Zeitmilizsoldaten nicht vorgesehen.

Die teilnehmenden Milizsoldaten.
Die teilnehmenden Milizsoldaten.

Der Vorarlberger Militärkommandant Brigadier Gunther Hessel betont die Notwendigkeit von regelmäßigen Übungen des gesamten Milizbataillons, um dessen Einsatzfähigkeit abzusichern. “Die Wiedereinführung von verpflichtenden Truppenübungen nach dem Grundwehrdienst ist daher zwingend erforderlich”, wiederholt er seinen Wunsch nach einer Ausweitung des Wehrdienstes um zwei Übungsmonate.

“Miteinander haben wir die Übungsziele aufgrund der engagierten Teilnehmer und Kommandanten sowie mit großartiger Unterstützung unseres Partnerverbandes Hochgebirgsjägerbataillon 23 und dem Team des Truppenübungsplatzes Wattener Lizum erreicht”, zieht Netzer Bilanz. Doch auch er sieht das Bedürfnis nach einer Ausweitung der Übungen. “Die Sehnsucht all meiner Kommandanten nach realen Führungsaufgaben mit ihren Milizsoldaten war für mich direkt spürbar und wurde von diesen auch gefordert. Wir müssen wieder mit allen Soldaten des Milizbataillons regelmäßig üben können, um unsere Fähigkeiten zu verbessern.”