Missglückter Coup in Altach: Flucht ohne wertvolle Beute

Was auf frischer Tat ertappte Diebe zurücklassen mussten.
Altach Das „große Ding“ in Altach hätte vielleicht wie am Schnürchen geklappt, wäre da bloß nicht dieser aufmerksame Nachbar gewesen. Der wurde nämlich am vergangenen Dienstag um 3.30 Uhr morgens durch verdächtige Geräusche aus dem Schlaf gerissen, die ihm aus dem Fahrradgeschäft gegenüber ans Ohr drangen. Und was musste er da beim Blick aus dem Fenster sehen?
Seine Augen erspähten tatsächlich mehrere Einbrecher, die fleißig am Werk waren, wertvolle Fährräder aus dem Fachgeschäft in einen Lieferwagen zu verfrachten.
Drohne und Hunde im Einsatz
Der aufmerksame Nachbar alarmierte sofort die Polizei. Und diese sogleich Stefan Wäger, den Besitzer des Fahrradgeschäfts. „Da waren alsbald ein halbes Dutzend Polizisten mit zwei Spürhunden und sogar einer Drohne vor Ort“, schilderte Wäger den VN das anschließend Erlebte.
Auf frischer Tat ertappt, gaben die Einbrecher in Windeseile Fersengeld. „Einer von ihnen musste dabei sogar aus einem Fenster im ersten Stock auf die Straße springen“, erzählt der Händler und Augenzeuge der dramatischen Augenblicke.

Alles zurückgelassen
Den Gangstern gelang zwar die Flucht, aber wohl nur vorläufig. Denn sie mussten alles zurücklassen. Auch verräterische Spuren und Hinweise. Darunter das Tatfahrzeug (ein Leihwagen, bereits vollgestopft mit 44 gestohlenen Fahrrädern). Auch verschiedene ausländische Kennzeichen und Lieferscheine fielen der Polizei in die Hände. „Die Fahrräder, die sie aus meinem Shop stahlen, sind allesamt hochwertig mit einem Gesamtwert von 240.000 Euro“, ist Wäger froh über den misslungenen Coup.
Das Landeskriminalamt bestätigte den VN den Vorfall, machte aber aus ermittlungstaktischen Gründen keine näheren Angaben.