Wie über 700 Musikanten und Helfer eine festliche Tradition erhalten

Vorarlberg / 06.07.2022 • 12:00 Uhr
Jana, Celine und Diana halfen unter anderem  beim Sitzbänke aufstellen. <span class="copyright">VN/Paulitsch</span>
Jana, Celine und Diana halfen unter anderem beim Sitzbänke aufstellen. VN/Paulitsch

Die letzten Vorbereitungen für das Bregenzerwälder Musikfest in Lingenau laufen. Ab Donnerstag wird vier Tage lang musiziert und gefeiert.

Lingenau Bohren, Sägen, Hämmern, Einräumen, Bänke aufstellen: Auf dem Zeltplatz in Lingenau geht es in Richtung Endspurt. “Die Geräte sind jetzt da und die letzten Arbeiten stehen an”, berichtet Festobmann Engelbert Beck, bei dem die Fäden zusammenlaufen, und fügt hinzu: “Wir warten schon sehnsüchtig auf die Gäste und darauf, dass es endlich losgehen kann.” Zweimal musste das traditionelle Musikfest der Bregenzerwälder coronabedingt um ein Jahr verschoben werden. Nun heißt das Motto für die Organisatoren und ihre Helfer von Donnerstag bis Sonntag “endlich wieder zämmko”.

Auch Gerd Gehrer hat sich extra freigenommen, um den Musikanten beim Zeltaufbau zu helfen. <span class="copyright">VN/Paulitsch</span>
Auch Gerd Gehrer hat sich extra freigenommen, um den Musikanten beim Zeltaufbau zu helfen. VN/Paulitsch

Während im Hauptzelt gerade Sitzbank um Sitzbank und Tisch um Tisch aufgestellt werden, eilt Laurin Zündel (33) den Bau-Aufräumern zu Hilfe. Der 33-jährige Lingenauer hat den Zeltplatz geplant. “Die größte Herausforderung war, das Ganze so hinzubekommen, dass die Abläufe und Besucherströme gut funktionieren”, erklärt er. Schmuckstück der Planungen ist die Weinlaube, wo über dem Ausschankbereich eine Holzkonstruktion die Blicke auf sich zieht. “Das ist ein Stadel in Form von einem großen Lampenschirm”, sagt Zündel und lächelt zufrieden. Genauso wie die gebrauchten Sitzgarnituren wurde der Hingucker aus Holz aus der Region konstruiert. “Ich freue mich jedenfalls sehr, dass ich das gestalten durfte”, sagt Zündel, der vor 22 Jahren seine erste musikalische Probe beim Musikverein ablegte.

Beim Zeltaufbau war Teamarbeit gefragt. <span class="copyright">MV Lingenau </span>
Beim Zeltaufbau war Teamarbeit gefragt. MV Lingenau

Viel Zeit in die Aufbauarbeiten hat auch Gerd Gehrer investiert. Der 49-Jährige ist einer von zahlreichen freiwilligen Helfern. “Meine Tochter ist bei der Lingenauer Jungmusik, und ich freue mich, wenn ich den Verein unterstützen kann”, erklärt er sein Engagement. Mitgeholfen hat Gehrer vom Zeltaufbau bis zum Innenaufbau an allen möglichen Ecken und Enden. “Ich muss sagen, bei den Aufbauarbeiten war alles von A bis Z perfekt geplant”, fügt er noch hinzu, ehe er zu Abschlussarbeiten in der Bar eilt.

Für Peter Nenning und das Bauteam stehen noch Arbeiten im Außenbereich an.
Für Peter Nenning und das Bauteam stehen noch Arbeiten im Außenbereich an.

Neben dem Hauptzelt mit rund 2400 Sitzplätzen, der Weinlaube und der Bar gibt es auch noch eine Terrasse. “In Sachen Bau steht jetzt noch der Feinschliff an. Die Außenanlagen und der Eintrittsbereich sind noch Thema”, berichtet Mitorganisator Peter Nenning. Den wetterbedingten Härtetest habe das Zelt bereits bestanden. Sturm, Regen und Hagel hielt es vergangene Woche stand. Nur bei der Regenrinne musste demnach noch etwas nachjustiert werden.

Wir hoffen, dass alles gut und ruhig über die Bühne geht und sich die Leute über das Fest freuen.

Engelbert Beck, Festobmann

“Das Team ist echt der Hammer”, sagt Festobmann Beck und meint damit alle, die in den vergangenen vier Jahren an der Organisation beteiligt waren, sowie die freiwilligen Helfer. Sein größter Wunsch für das viertägige Event: “Wir hoffen, dass alles gut und ruhig über die Bühne geht, sich die Leute über das Fest freuen und es wieder Nachahmer gibt.” Denn während für den Festumzug am Sonntag in Lingenau rund 50 Musikvereine erwartet werden, sei für nächstes Jahr noch kein Wälder Musikfest geplant.

Weitere Infos zum Musikfest in Lingenau sind unter www.zaemmko.at abrufbar.