Diebische Gier auf dem Reitturnier

Wertvolle Sättel, teures Zaumzeug und was unbekannte Täter bei den Campagne-Reitern in Dornbirn sonst noch stahlen.
Dornbirn „Hoffentlich werden diese Schufte erwischt oder sie brechen sich mit unserem Reitzeug ihr Genick“, schreibt ein wütender Schweizer namens Pascal Rupp in den sozialen Medien.
Rupp war ein Teilnehmer des jährlichen Reitturniers der Campagnereiter-Vereinigung Dornbirn (CRVD) am vergangenen Wochenende in Dornbirn und ist dabei zum Opfer unbekannter Diebe geworden. Vermutlich von einer ganzen Bande, die sich in der Nacht auf vergangenen Samstag in recht unsportlicher Absicht auf das Gelände nahe der Dornbirner Furt einschlich.
Sattelschränke aufgebrochen
Der Schweizer ist nicht der einzige Geschädigte. Die Freude wurde bei einigen der Teilnehmer aus Österreich, Schweiz und Deutschland getrübt. Nach dem ersten Turniertag wurde auf dem Gelände gefeiert. Die Party dauerte bis um 3 Uhr morgens. Gegen 6 Uhr wurden die ersten Gäste wach, es ging ans Füttern der Pferde. Doch was mussten sie sehen?
Mitorganisatorin Katharina Rhomberg (29) von „Rauch Power Sports“ schilderte das Unerhörte den VN: „Fünf der Sattelschränke in den Zelten waren aufgebrochen worden. Es fehlten insgesamt zwölf Sättel und vieles an Zubehör wie Zaumzeug, Gurte, Trensen, Helme und weiteres.“

Immenser Schaden
So ein Sattel kostet drei- bis fünftausend Euro. Den insgesamt durch den Diebstahl entstandenen Schaden schätzt Rhomberg auf 40.000 bis 50.000 Euro. Manche der betroffenen Turnierteilnehmer reisten am Samstag verbittert ab, andere liehen sich das fehlende Material von Reitkollegen aus. Die Polizei nahm indes die Spurensicherung auf. Bisher jedoch ohne jeden Hinweis auf die Täter.

Rhomberg ist sich sicher: „Es muss eine ganze Bande gewesen sein. Denn so viel Material wegzuschleppen, ist für einen Einzelnen unmöglich.“ Die 29-Jährige ist überzeugt, dass sich die Täter auf einem Feldweg hinter dem Turniergelände anschlichen. „Denn vorne beim Eingang war alles abgesperrt.“
Niemand hat etwas bemerkt. Vermutlich haben die unbekannten Diebe das Gelände Samstagfrüh im Zeitfenster von 3 bis 6 Uhr morgens heimgesucht, als alle schliefen. Wer die dreisten Täter gewesen sein könnten, entzieht sich laut Rhomberg nicht nur jeder Kenntnis, sondern auch jedem Verdacht. „Irgendjemand, der das gestohlene Material dann über das Internet feilbietet“, vermutet sie.