Deswegen herrscht Stauchaos in Vorarlberg

Weltwirtschaftskonferenz in Elmau führt auch in Vorarlberg zu Blechkolonnen. Dies wird noch die nächsten Wochen andauern.
schwarzach, Lindau Vom 26. bis zum 28. Juni treffen sich sieben der mächtigsten Staats- und Regierungschefs der Welt. Als Vertreter der einflussreichsten Industrieländer kommen sie zum G7-Gipfel auf Schloss Elmau bei Garmisch-Partenkirchen zusammen. Entsprechend hoch sind die Sicherheitsanforderungen. Wegen erhöhter Sicherheitsanforderungen, die während eines G7-Gipfels gelten, hat das deutsche Bundesinnenministerium vorübergehende Grenzkontrollen angekündigt. Wo und wann die stattfinden werden, sei flexibel zu entscheiden.

Das bestätigte den VN am Mittwochnachmittag auch ein Sprecher der deutschen Bundespolizei. Zu einem Zeitpunkt, an dem die Kontrollen der deutschen Polizei am Grenzübergang Hörbranz auf der Rheintalautobahn zu einem Rückstau bis nach Dornbirn führten. Der Verkehr durch den Pfändertunnel wurde mittels Blockabfertigung geregelt. Auch auf der L 202 zwischen Hard und Bregenz kam es zu erheblichem Rückstau.
Kontrollen seit Montag
Reisende müssen bereits seit Montag an allen deutschen Grenzen zu den Nachbarländern mit stichprobenartigen Kontrollen rechnen. Reisende aus Österreich müssen sich zur Weiterfahrt nach Garmisch-Partenkirchen ausweisen. Grund sind laut Angaben des Bundesinnenministeriums die erhöhten Sicherheitsanforderungen rund um den Gipfel. Mit den Kontrollen soll die Anreise möglicher Gewalttäter aus dem Ausland verhindert werden.

Das Staurisiko bleibt deshalb auch in Vorarlberg bestehen, auch wenn die Kontrollen laut dem Polizeisprecher so zügig wie möglich abgewickelt würden. „Aber es muss jeden Tag damit gerechnet werden, und das noch bis zum 3. Juli“, ergänzt der Beamte.
Im Austausch mit Bayern
In Bregenz ging am Montagabend und Dienstagnachmittag nichts mehr, wie auch Bürgermeister Michael Ritsch online dokumentierte. Betroffen waren auch die Kirch- und Römerstraße. “Darum wollen wir die Kirchstrasse autofrei. Dass der Verkehr dort bleibt, wo er hingehört: Auf die Autobahn und Landesstraße und nicht durch unsere Innenstadt und Wohngebiete”, sieht er sich und seine Verkehrspolitik durch die Überlastung des Stadtzentrums bestätigt.

Land und Polizei garantierten ihm, dass man Bayern bei einem Lokalaugenschein dazu bewegen konnte, am Bodensee künftig nur mehr stichprobenweise zu kontrollieren.