Teuerung bereitet Sorgen

VN-Leserinnen und Leser unzufrieden mit Maßnahmen der Regierung.
schwarzach Bei der VN-Jahreshauptversammlung konnten die Leserinnen und Leser ihre Meinung kundtun. Über die Fragen von Chefredakteur Gerold Riedmann stimmten sie mit grünen („Ja“) und roten Karten („Nein) ab. Ziemlich deutlich fiel das Ergebnis gleich zu Beginn aus. Eine klare Mehrheit signalisierte, dass die Teuerung Sorge bereite. „Geschätzt bis auf vier Prozent sehe ich nur rote Karten“, stellte Riedmann fest.
Mit den Maßnahmen der Politik sind die Abstimmenden nicht zufrieden. Auch nach dieser Frage waren fast nur rote Karten im Festzelt zu sehen. Die Bundesregierung verabschiedete bis dato zwei Antiteuerungspakete, die von der Erhöhung der Pendlerpauschale bis zum umstrittenen Energiegutschein reichen. Ein längerfristiges Paket soll es laut Sozialminister Johannes Rauch im Herbst geben. Dazu gehört etwa die jährliche Valorisierung von Sozialleistungen oder die Abschaffung der Kalten Progression. Kurzfristig denkt die Regierung Einmalzahlungen für Personen mit geringem Einkommen an.
Gespalten war am Freitag hingegen die Stimmung, was die Grünflächen im Rheintal betrifft. Hohe Wellen schlug etwa das Vorhaben der Firma Rauch und Ball, ihre Betriebe mittels Flächen aus der Landesgrünezone zu erweitern, was durch eine Volksabstimmung in Ludesch verhindert worden ist. Bei der Jahreshauptversammlung war keine klare Mehrheit unter den Besucherinnen und Besuchern auszumachen. Nahezu gleich viele rote wie grüne Karten gingen nach der Frage, ob es ausreichend Grünfläche in dem dicht besiedelten Vorarlberger Gebiet gibt, in die Höhe. Fast halbe-halbe, aber mit leicht grünem Überhang war das Ergebnis auf die Frage, ob die Innenstädte autofrei werden sollen. Anders sieht es bei der Bereitschaft aus, das Auto an einem Tag stehen zu lassen – eine Maßnahme, die bereits in den 70er-Jahren im Zuge des Ölpreisschocks in Kraft war. „Ich sehe fast nur grüne Karten“, sagt Riedmann. Nur einige wenige konnten sich das nicht vorstellen.