Fest als Dankeschön an die VN-Leserfamilie

Vorarlberg / 10.06.2022 • 22:37 Uhr
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Alle Bilder: VN/Sams/Steurer

500 treue VN-Leserinnen und Leser feierten mit den VN und gaben wertvolle Rückmeldungen.

Schwarzach Am Freitagabend begrüßten die Vorarlberger Nachrichten ihre Leserinnen und Leser zur Jahreshauptversammlung nach Schwarzach. Eine wichtige Gelegenheit für die Redakteure der VN, wertvolle Rückmeldungen von den Lesern zu erhalten.

Zum Auftakt lud Chefredakteur Gerold Riedmann direkt nach der Begrüßung der zahlreich erschienen Abonnenten die Politologin Kathrin Stainer-Hämmerle und Psychiater Reinhard Haller zur Podiumsdiskussion zur Rolle der Medien und Politik in Österreich.

“Was uns verloren gegangen ist, dass wir stärker differenzieren”, betont Stainer-Hämmerle. Das Problem sei hier weniger die Vorverurteilung, sondern die Pauschalverurteilung von Professionen wie den Politikern oder den Medienschaffenden. Das Fehlverhalten bleibe aber eher die Ausnahme als die Norm. Die Vorverurteilung und Anzeigenflut wurde zu einer politischen Strategie, die gern von der Opposition genutzt wird. Bewiesen hat sich jedoch der Rechtsstaat in dieser Anzeigenflut. Die Politik bleibe ein Spiegelbild der Gesellschaft, kämpft aber auch mit weiteren Herausforderungen und hohen Erwartungen. Der Kompromiss verlor an Wert, der Wahlkampf wurde zum Dauerzustand, jedes Ergebnis muss als Erfolg verkaufbar sein.

Haller sieht durchaus die Politik als Projektionsfläche für alles, was schief läuft in unserer Zeit. “Einiges davon mag stimmen”, räumt Haller ein. Aber oft genug sei die Politik der reine Sündenbock und Opfer der Schuldzuweisungen. “Das kann keine positive Stimmung geben, wenn ich nur auf das Schlechte schaue”, warnt der Psychiater aber auch die Politikbeobachter vor ihrem Einfluss auf die eigene Verfassung. Entsprechend zieht es unter solchen Vorzeichen aber wenige engagierte Menschen in die Politik. Dies beginnt bei ihm selbst: “Als guter Katholik wäre mir lieber, meine Kinder sagen, sie gehen ins Kloster statt in die Politik.”

Der frühere Bundeskanzler Sebastian Kurz gilt heute als Paradebeispiel des umfragegetriebenen Politikers im Dauerwahlkampf. “Es geht nicht darum, Sessel im Parlament mit möglichst vielen Stimmen zu wärmen”, betont Stainer-Hämmerle. “Es sollte darum gehen, welche gesellschaftliche Vision steht am Ende.” Dass Macht eine Droge ist, weiß auch Haller zu bestätigen. Diese führt oft genug zum übersteigerten Narzismus, wie sich in den vergangenen Jahren wohl auch beim russischen Präsidenten Wladimir Putin zeigt, erklärt der Psychiater. “Es wäre ganz wichtig, dass sich alle in der Politik Tätigen einer Selbstreflexion unterziehen”, ist sein Rat. Eine einfache Lösung für einen Kulturwandel in der Politik sieht Stainer-Hämmerle: Das gewünschte Verhalten bei den Umfragen belohnen.

Auf die Liebe mit Markus Wohlfart

Markus Wolfahrt ist untrennbar mit der Erfolgsgeschichte der „Klostertaler“ verbunden. Bis August 2010 war er Bandleader und Frontman der bekannten Band, mit der er sich über zahlreiche Gold- und Platinschallplatten freuen durfte. Das legendäre Openair der Klostertaler zog jährlich zehntausende Menschen in die Talschaft.

Für die VN-Leser spielte der Musikant mit Leidenschaft Hits wie „Mein Weg mit dir“, „Auf die Liebe“ oder „3000 Jahre“ und zeigte dabei eindrücklich, dass er die Bühne, die Musik an sich und vor allem das Publikum nach wie vor liebt. Seine Überraschungszugabe ans Publikum: „Oho Vorarlberg“.

Was ist ihnen an der VN wichtig?

Umfrage; JHV; Themen in den VN; Waltraud Fässler
Umfrage; JHV; Themen in den VN; Waltraud Fässler

Ich finde es in Ordnung, wenn über Corona und den Ukrainekrieg berichtet wird. Es muss aber nicht immer so viel sein. Mir sind Themen wichtig, von den ich was habe. Die also servieceorientiert sind. Wenn ich einen Wunsch äußern darf, so hätte ich gerne, dass es die Heimat wieder am Donnerstag in einer Zeitung zum Herausnehmen gibt.

Waltraud Fässler, 60, Dornbirn
Umfrage; JHV; Themen in den VN; Ferdinand Schmedler
Umfrage; JHV; Themen in den VN; Ferdinand Schmedler

In den VN werden viele Themen behandelt. Das finde ich gut. Mich interessieren vor allem regionale und tagesaktuelle Artikel. Mir wäre allerdings wichtig, wenn mehr überregionale Themen, etwas prominenter, in den VN berücksichtigt werden. Der Wirtschaftsbund könnte etwas schärfer behandelt werden. Die Heimat in einer eigenen Zeitung würde ich auch begrüßen.

Ferdinand Schmedler, 75, Dornbirn
Umfrage; JHV; Themen in den VN; Hermann Wild
Umfrage; JHV; Themen in den VN; Hermann Wild

Die Politikberichterstattung passt für mich. Da mich der Ukrainekrieg beschäftigt, könnten die VN über dieses Thema noch ausführlicher berichten. Der Lokalteil und die Heimatseiten sind ausführlich. Meine Frau wünscht sich zur Festspielzeit mehr Interviews mit den Darstellern und auch noch eines mit der bald scheidenden Intendantin Elisabeth Sobotka.

Hermann Wild, 80, Lochau
Umfrage; JHV; Themen in den VN; Hildegard Fritsch
Umfrage; JHV; Themen in den VN; Hildegard Fritsch

Ich bin mit der Berichterstattung der Vorarlberger Nachrichten zufrieden. Die VN sind eine regionale Zeitung. Für mich deckt sie alles ab, was für das Land wichtig und interessant ist. Ich kann mir vorstellen, dass mehr Artikel für junge Menschen drinnen sein könnten. Junge könnten mehr an internationaler Berichterstattung interessiert sein.

Hildegard Fritsch, 64, Übersaxen
Umfrage; JHV; Themen in den VN; Georg Berkmann
Umfrage; JHV; Themen in den VN; Georg Berkmann

Ich freue mich immer auf die Kommentare von Reinhard Haller, Monika Helfer und Thomas Matt. Die Kommentare von Hans Concin auf der Gesundseite gefallen mir ebenfalls. Von dieser Seite schneide ich auch interessante Beiträge aus. Ich vermisse mehr Artikel zum Thema “gesundes Altern” und es könnten auch mehr Kommentare zum Thema Psyche sein.

Georg Berkmann, 73, Sulzberg