Welches die beliebtesten Schulen in Vorarlberg sind

Rund 2000 Schüler im Alter von 14 Jahren möchten ihre Schulkarriere in einer Berufsbildenden oder Mittleren Schule fortsetzen.
Schwarzach Sie haben heuer wieder die Qual der Schulwahl: Die Rede ist von den rund 4000 Schülerinnen und Schülern und deren Eltern. Für die 14- und 15-Jährigen galt es mit dem Semesterzeugnis sich wieder für die passende Schulform zu entscheiden und ein Reihungsformular für die Ausbildungsangebote der 9. Schulstufe auszufüllen.
Wie die Erstwunsch-Statistik der Vorarlberger Bildungsdirektion zeigt, haben sich heuer rund 1000 Schüler für einen Platz an einer Allgemeinbildenden Höheren Schule angemeldet. Also sprich für einen Platz an einem der 14 Gymnasien des Landes. Etwa 2000 Jugendliche möchten ihre Schulkarriere in einer Berufsbildenden oder Mittleren Schule fortsetzen. 1000 meldeten sich für eine der Polytechnischen Schulen im Land an.

“Über 95 Prozent aller Schülerinnen und Schüler erhalten einen Schulplatz in der erstgewünschten Schulart, aber nicht immer in der Erstwunschschule”, zieht Andreas Kappaurer, Pädagogischer Leiter der Bildungsdirektion, auf VN-Anfrage eine längerfristige Erfahrungsbilanz. Was die Schultypwahl betrifft, so sei das Verhältnis zwischen den Allgemeinbildenden Höheren Schulen und den Berufsbildenden Schulen in den vergangenen vier Jahren nahezu konstant geblieben. Zirka 700 Schüler bewerben sich jedes Jahr um einen Platz in den fünf Handelsakademien bzw. Handelsschulen des Landes. Ebenso viele für einen Platz an einer der drei HTL. Zwischen 750 und 800 Jugendliche wählen eine Humanberufliche Schule.

Wie Kappaurer weiter erläutert, sind die Erstwunsch-Anmeldezahlen für die einzelnen Schularten zwar relativ konstant geblieben, dennoch sind im Vierjahresvergleich einige Trends erkennbar.
Allgemeinbildende Höhere Schulen
Wie aus den Anmeldungszahlen hervorgeht, nimmt das Interesse für den Musik-Zweig bei den Oberstufenrealgymnasien ab. Zulauf gibt es dagegen für die Bildnerischen Zweige. Zudem zeigen die Jugendlichen auch großes Interesse an einer Ausbildung mit gesundheitlichem und sportlichem Schwerpunkt, wie Kappaurer berichtet.
Kaufmännische Schulen
Hier ist das Interesse an Ausbildungen mit digitalem Schwerpunkt nach wie vor ungebrochen. Verstärkten Zulauf gibt es bei den Spezialformen der Handelsakademien (HAK) – beispielsweise Sport- oder Werbe-HAK. Bei den Handelschulen (HAS) sind die Werkraumschule oder die Praxis-HAS gefragt.
Höhere Technische Lehranstalt
Die HTL sind gefragt. Hier gibt es demnach für sämtliche Klassen mit Reife- oder Diplomprüfung mehr Anmeldungen als Plätze, sodass auch Bewerber abgewiesen werden müssen. “Diese kommen dann aber sehr oft in den Klassen der dreieinhalb- bzw. vierjährigen Ausbildungen unter”, berichtet Kappaurer. Der Drang vieler junger Menschen in Ausbildungen mit digitalem Schwerpunkt sei klar erkennbar.
Humanberufliche Schulen
In den vergangenen zwei Jahren haben vor allem Schulen mit touristischen Angeboten coronabedingt an Anziehungskraft eingebüßt. Ausnahme in diesem Bereich ist die GASCHT, deren Anmeldezahlen konstant sind. Bei den HLW haben neue Ausbildungsrichtungen wie Pflege, Sozialberufe, Humanökologie oder Kommunikation/Mediendesign an Beliebtheit gewonnen. Stark nachgefragt sind im Hinblick auf die Anmeldezahlen auch die Angebote des Bäuerlichen Schul- und Bildungszentrums in Hohenems.