Bergwaldprojekt: Wo mehrere Hundert Bäume gepflanzt wurden

Neun Freiwillige halfen bei der Aufforstung des Bergwaldes mit.
Sonntag Mehrere Hundert Bäume pflanzen und pflegen im steilen Gelände: Das stand auf dem Arbeitsprogramm für die neun Freiwilligen aus vier Alpenländern, die sich im Rahmen des Bergwaldprojektes Biosphärenpark Großes Walsertal des Österreichischen Alpenvereins eine Woche lang dem Bergwald des Großen Walsertals widmeten.
Mit reichem Fach- und Erfahrungswissen leitet der ehemalige Waldaufseher Wilfried Türtscher seit 21 Jahren das Bergwaldprojekt im Großen Walsertal. Für den Arbeitseinsatz ging es für die ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen in unterschiedliche Gebiete in den Gemeinden Sonntag, Fontanella/Faschina und Damüls. Durch Aufforstungsmaßnahmen sollen dort die Schutzwaldfunktionen nach Schäden der Bäume durch Schnee, Wind oder Wildverbiss wiederhergestellt werden. Selbst bei starkem Regen wurden an einem Vormittag in einem lichten Bergwaldhang schon fast routiniert mit der Kreuzhaue über 100 Bäume gepflanzt, das Gelände von Gestrüpp befreit und die Neubepflanzung vor der Witterung geschützt.

Hochmotiviertes Team
Die Teilnehmenden waren aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und Frankreich angereist. Sie alle verbindet der Bezug zu den Bergen, das Interesse an dem einzigartigen Naturraum sowie das Bedürfnis, einen Beitrag zum Schutz des sensiblen Ökosystems zu leisten. Einige der freiwilligen Helfer sind schon mehrmals in Vorarlberg im Einsatz für das Bergwaldprojekt gewesen. „Ich genieße die Auszeit vom Alltag und die praktische Arbeit gibt mir einen tieferen Einblick in ökologische Zusammenhänge“, sagte die Wienerin Ehrentraud Svoboda. Für den Pariser Studenten Pascal Renault war es der erste Aufenthalt in den österreichischen Alpen und das steile Gelände, die luftige Höhe bei der Hochlagenaufforstung auf der Wangalpe sowie der Vorarlberger Dialekt forderten ihn in mehrfacher Hinsicht. Doch das Team war hochmotiviert und so konnte die Arbeit gemeinsam zur großen Zufriedenheit des Projektleiters bewerkstelligt werden.

„Die Arbeit, die im Rahmen des Bergwaldprojektes geleistet wird, ist wertvoll und zeigt über die Jahre hinweg nachhaltige Erfolge für den Bergwald in den Einsatzgebieten“, so Türtscher. Nach der Arbeit ging es für die Teilnehmenden am Bergwaldprojekt auf die gemütliche Franz-Josef-Hütte, auf der die erfüllenden Arbeitstage unterhaltsam ausklangen und neue Kraft für den nächsten Arbeitseinsatz im Bergwald gesammelt wurde.
