Jugend nach Coronapause vermehrt sportmüde

Nachwuchsteam des FC Höchst will Kinder und Jugendliche wieder in Bewegung bringen.
HÖCHST Die erzwungene Spiel- und Trainingspause wegen Corona hat offenbar vielen jungen Leuten die Freude an der Bewegung genommen. Das spürt auch das Nachwuchsteam des FC Höchst. Leiter Michael Mathis und seine Kollegen wollen Kinder und Jugendliche mit verschiedenen Angeboten dazu motivieren, wieder zu trainieren und Fußball zu spielen.
„Mussten Spiele absagen“
„Unser U16-Team zählte im vergangenen Herbst 28 Spieler. Inzwischen sind es gerade noch 16 und weil sieben davon verletzt ausgefallen sind, mussten wir Spiele absagen.“ Michael Mathis berichtet, dass die Lage in allen Altersgruppen ähnlich sei. Er ist seit sieben Jahren Nachwuchstrainer beim FC Höchst und seit einigen Monaten mit Tobias Hämmerle und Dominik Hagspiel für den gesamten Nachwuchs beim FC Höchst verantwortlich.
Einige haben mit Sport aufgehört
„Wegen des langen Spielverbots mussten wir etliche Spieler wieder dazu motivieren, überhaupt zum Training zu kommen. Einige haben komplett mit jeglichem Sport aufgehört.“ Das wollen die engagierten Nachwuchstrainer nicht einfach hinnehmen. „Wir haben gemeinsam überlegt, welche Angebote Kindern und Jugendlichen die Freude am Fußballspiel und an mehr Bewegung allgemein zurückbringen können.“
„Zusammen wachsen“
Beim FC Höchst soll jede und jeder willkommen sein, Burschen und Mädchen gleichermaßen. Michael Mathis: „Dem Motto ,Zusammen wachsen’ entsprechend planen wir etwa ab Herbst eine Ballschule Rheindelta. Hier geht es grundsätzlich um den Ball, also auch um Handball, Tennis usw. Vier- und Fünfjährigen kann bereits die Freude am Ballspiel vermittelt werden.“ Das Angebot richtet sich auch an Kinder aus Fußach und Gaißau.
Zum Sommercamp des FC Höchst in der ersten Ferienwoche liegen bereits knapp 50 Anmeldungen vor, es dürfen gerne erheblich mehr werden. Angesprochen sind Mädchen und Buben der Jahrgänge 2008 bis 2013. Das Programm bietet zusätzlich zum Fußball weitere Erlebnisse, das tägliche Mittagessen und die gesunde Jause.
Mädchen an den Ball
Derzeit spielen offenbar lediglich acht Prozent der Mädchen Fußball. „Deshalb starten wir im Herbst zusätzlich die Initiative ,Mädchen an den Ball‘. Sabrina Horvat, erfolgreiche Spielerin aus Höchst beim FC Köln, haben wir bereits wegen einer Patenschaft angefragt.“ Michael Mathis hofft, dass bereits im heurigen Herbst wieder eine Mädchen- bzw. Frauenmannschaft aufgestellt werden kann.
Die Bildung echter Teams, die Förderung gegenseitigen Respekts und entsprechendem Umgang miteinander stehen über all diesen Bemühungen, ebenso wie die körperliche Ertüchtigung der Jugend. Informationen gibt es auf www.fchoechst.at sowie bei Michael Mathis, Tel. 0664 885 84 264 oder E-Mail: nachwuchs@fchoechst.at AJK
