VN-Wanderserie: Auf dem Maruler Walderlebnispfad gibt es einiges zu entdecken

Ein Rundweg mit Mehrwert: So kann man den Walderlebnispfad beschreiben. Viele Stationen rund um Flora, Fauna und geologische Besonderheiten warten auf große und kleine Besucher.
Marul Der Winter weicht langsam dem Frühling. Doch an einigen Stellen hält sich der Schnee noch hartnäckig, wie auch auf dem Walderlebnispfad in Marul. Besonders rechts vom Marulbach, auf der Nordseite, liegt noch hoher Schnee. Die Hütten wie die Klanghütte sowie die einzelnen Stationen sind jedoch offen und zugänglich. Auf der anderen Seite des Marulbachs – der Walderlebnispfad ist ein Rundweg – ist es dagegen schon frühlingshaft.



Wir starten vom Wanderparkplatz in Marul, denn von dort aus geht der Walderlebnispfad los. Zunächst gehen wir auf einem breiten Weg hinunter ins Marultal. Am Wegesrand stehen Infotafeln über Flora, Fauna und geologische Besonderheiten. Das Marultal bietet vielen Pflanzen und Tieren einen Lebensraum, jedoch nur denen, die sich an die widrigen Lebensbedingungen (viel Schnee, Lawinen, raues Klima) angepasst haben. Während die kleinen und großen Entdecker am Anfang etwas über die Tiere des Pirschweges lernen, können sie weiter unten rätseln, welches Tier wie weit springt.
Unten am Marulbach stehen auf einer Wiese mehrere Stationen. In der Klanghütte können Kinder auf Hölzern spielen, auf dem Kletterbaum können sie sich austoben und im Schneckenhaus picknicken. Bevor man den Marulbach überquert, kommt man links an einem Wasserrad vorbei, das einst Teil einer Skulpturenausstellung war.




Entlang des Weges laden immer wieder Bänke und Tische zu einer Jause ein. Sogar ein Grillplatz gibt es, mit Schaukel, Wippe und im Sommer mit Hängematten. Die Kleinen können in einer Blockhütte Wände bauen und (nur im Sommer möglich) in einem Balanceakt auf einem Holzstamm den wilden Fluss überqueren. Ein imposanter Wasserfall ist ebenso ein Höhepunkt dieser Tour wie die Brücke über die Schlucht, die atemberaubende Tiefblicke zulässt. Das Reh-, Gams- und Rotwild werden genauso unter die Lupe genommen wie die Rote Waldameise. Weiter laden drei im Halbkreis angeordnete Sitzbänke zu einer Märchenstunde ein. Während man durch das Marultal läuft, streift man das Großraumbiotop Faludriga-Nova, ein zehn Quadratkilometer großes Naturschutzgebiet.



Der Weg verläuft teils durch Wald, teils zwischen Latschen auf Schotter. Er ist gut für Kinder jedoch nicht für Kinderwagen geeignet. Wir sind die lange Variante des Walderlebnispfads gegangen, aber es gibt auch eine kürzere. Über einen Pfad, der parallel zum Güterweg verläuft, geht es auf der Südseite zurück zum Ausgangspunkt. Bei Bergsicht erfährt man nebenbei Geschichtliches über die Walser und das Walsertal. Neben der Hubertuskapelle kann man einen Kalkbrennofen besichtigen und zum Schluss die Biosennerei besuchen. VN-JUN


Maruler Walderlebnispfad
Gehzeit circa 2,5 Stunden
Höhenmeter 220
Kilometer knapp 6
Kurze Variante 1,5 Stunden, 3,4 Kilometer, 150 Höhenmeter
Sonstiges Rundweg, verschiedene Stationen für Kinder, ideal für Familien




