Konzert zu Ehren einer besonderen Frau

Theater Kosmos widmete Abend Rosa Luxemburg.
Bregenz Im Theater Kosmos zeigten Sängerin Eva Klampfer, Pianist David Six, die Violinisten Angelika Hagen und Andi Schreiber eine Konzert-Performance über die Poetin, Sozialreformerin und Pazifistin Rosa Luxemburg. Viele kennen ihren Namen, glauben, sie irgendwo im Kommunismus verorten zu können – dabei zählte sie zu den schärfsten Kritikern des leninistischen Modells.
Vielseitige Frau
Nur wenige wissen, was sie wollte, wofür sie lebte und wie breit ihr Spektrum war. Rosa Luxemburg war die erste promovierte Ökonomin an der Universität Zürich, naturverbundene Botanikerin und Zoologin und eine literarisch herausragende Persönlichkeit.
Dieser Hintergrund gehörte zur Basis dessen, was ihren Sozialismus ausmachte, der revolutionär, human, demokratisch und lebensverbessernd sein sollte.
Einsatz für „andere Lebensweise“
Rosa Luxemburg bekämpfte innerhalb der SPD Nationalismus und Opportunismus. Sozialistisch zu sein bedeutete für sie nicht, sich vom Kuchen des Kapitalismus ein möglichst großes Stück abzuschneiden; es bedeutete eine „andere Lebensweise“ in politischer, ökonomischer, sozialer Freiheit und Gerechtigkeit. Dazu gehörten für sie Solidarität und Mitgefühl für Menschen und Tiere. Wort und Tat stimmten bei ihr überein. Damit hat sie – in ihren theoretischen Schriften und durch ihre Lebenspraxis – das Vermächtnis eines Sozialismus hinterlassen, der bis heute nicht eingelöst ist.
Den besonderen Abend im Theater Kosmos in Bregenz erlebten neben anderen auch Silvia Thurnher, Ilse Hagen, Robert Poupa, Alex Maixner und Silke Waldhuber mit. yas


