Das wird ab diesem Sommer die größte Fußgängerzone Vorarlbergs

Vorarlberg / 23.03.2022 • 12:18 Uhr
Das wird ab diesem Sommer die größte Fußgängerzone Vorarlbergs
Der gelbe Belag kündigte es an, nun wird die Ecke Römerstraße-Kirchstraße zur Fußgängerzone. VN/STeurer

Der Stadtrat von Bregenz hat die vorgeschlagenen Pläne für die größte Fußgängerzone Vorarlbergs angenommen.

Bregenz Am Dienstagabend befasste sich der Stadtrat der Landeshauptstadt mit der vergangene Woche angekündigten Erweiterung der Fußgängerzone. Umgesetzt werden soll die vom Feldkircher Ingenieurbüro Besch & Partner ausgearbeiteten Pläne. Bürgermeister Michael Ritsch spricht von einer “Bestvariante”, um die Innenstadt verkehrstechnisch zu beruhigen, ohne die Erschließung der Kernzone mit ihren Geschäften und Wohnungen zu behindern.

Diese soll nun noch vor dem Sommer organisatorisch vorbereitet und umgesetzt werden, die notwendigen baulichen Begleitmaßnahmen werden bis 2023 erfolgen. Rückendeckung für die Erweiterungspläne gibt es von der Bregenzer Wirtschaftsgemeinschaft.

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Konkret werden die Römerstraße und Kirchstraße von der Montfortstraße bis zur Thalbachgasse zur Fußgängerzone. Auch von der Gallusstraße kann man künftig ab der Wolfeggstraße nicht mehr in die Kirchstraße einfahren. Ebenfalls zu Fußgängerzonen werden die Rathausstraße, die Schulgasse, die Anton-Schneider-Straße und die Bergmannstraße bis zum Bezirksgericht. Die restliche Bergmannstraße wird zur Begegnungszone. Über sie erfolgt in Zukunft beim Magazin 4 auch die Einfahrt in den Parkplatz Rathausbezirk/Pircherhof.

Begegnungszone bis zum Kreisverkehr

Weitere Begegnungszonen sind für die Verlängerung der Anton-Schneider-Straße zwischen Bergmannstraße und Eichholzstraße, die Nepomukgasse, die Kaspar-Hagen-Straße und die Jahnstraße vorgesehen. Debattiert wurde scheinbar in der nicht-öffentlichen Stadtratssitzung vor allem, bis wohin die Anton-Schneider-Straße zur Begegnungszone werden soll. Im Raum stand noch eine Ausdehung bis zur Eichholzstraße statt bis zur Schillerstraße. Im Stadtrat hat sich dann die längere Variante durchgesetzt – die dann per Abänderungsantrag noch um die Kornmarktstraße ergänzt wurde. Damit erstreckt sich die verkehrsberuhigte Zone bis zum HTL-Kreisverkehr. Der Busverkehr in der Innenstadt soll so wie bisher abgewickelt werden.

Anmerkung: In der ersten Stellungnahme der Stadt wurde die Ergänzung um die Kornmarktstraße noch nicht erwähnt, auch die Ausdehnung der Begegnungszone in der Anton-Schneider-Straße war missverständlich formuliert. Die Recherche durch die VN ergab dann das korrigierte Bild.

Diese “Befreiung der Innenstadt vom Individualverkehr” sieht Ritsch als große Chance, das Stadtzentrum den Menschen zurückzugeben und entspreche den Wünschen vieler Unternehmer und Bürger der Landeshauptstadt. “Bregenz ist mit diesem Beschluss in guter Gesellschaft”, ergänzt der zuständige Stadtrat Robert Pockenauer. “Mit dem vorliegenden Konzept haben wir eine sehr gute Lösung gefunden, um die Aufenthaltsqualität und die Sicherheit für die schwächsten Verkehrsteilnehmerinnen zu verbessern.”