Verkehrsaufkommen im Land bewegt sich wieder unter Niveau

Vorarlberg / 16.03.2022 • 04:00 Uhr
Verkehrsaufkommen im Land bewegt sich wieder unter Niveau
Im Herbst ist der Pkw-Verkehr auf der A 14 wieder zurückgegangen. VN/Paulitsch

Coronakrise hinterlässt Spuren. Folgen der Spritpreisexplosion noch nicht absehbar.

SCHWARZACH Durchschnittlich 52.734 Fahrzeuge pro Tag sind auf der Rheintalautobahn zwischen Dornbirn Süd und Hohenems im vergangenen Jahr unterwegs gewesen. Und zwar in beide Richtungen. Rein rechnerisch entspricht das fast 37 pro Minute. Die Gesamtzahl ist der ASFINAG-Statistik zu entnehmen. Das Verkehrsaufkommen war damit etwas größer als im ersten Corona-Jahr 2020, aber deutlich geringer als unmittelbar davor. 2019 hatte es sich um 56.824 Fahrzeuge gehandelt, vom Motorrad über den Personenkraftwagen bis zum Lkw. Das war der bisherige Spitzenwert, der im Übrigen noch einem stetig steigenden Trend entsprach. Verhältnisse wie im vergangenen Jahr hatte es in diesem Abschnitt der Rheintalautobahn zuletzt 2015 gegeben.

Verkehr wie vor fast zehn Jahren

2021 nahm das Verkehrsaufkommen überall zu, die Veränderungen gegenüber der Vergangenheit vor Corona sind aber nicht überall gleich: Bei der Staatsgrenze in Hörbranz muss man in der Statistik bis ins Jahr 2012 zurückgehen, um auf ähnliche Verhältnisse zu stoßen, zwischen den Anschlussstellen Rankweil und Feldkirch-Frastanz bis 2013/2014. Weiter im Süden, auf der Walgauautobahn bei Bludenz, lag das Niveau zuletzt sogar unter dem von 2012.

Alles in allem fügt sich das laut ASFINAG-Sprecher Alexander Holzedl in Entwicklungen ein, die österreichweit festgestellt werden. Grundsätzlich könne man sagen, dass sich coronabedingte Beschränkungen, wie Lockdowns, 2021 nicht mehr so stark ausgewirkt hätten wie im Jahr davor. Zwischendurch ist es sogar zu einer Normalisierung gekommen, und zwar im Zuge eines starken Reiseverkehrs in den Sommermonaten Juli und August, wie Holzedl berichtet. Ab dem späten Herbst sei die Zahl der Pkw aber wieder zurückgegangen.

Verkehrsaufkommen im Land bewegt sich wieder unter Niveau

Die Unterschiede nach Fahrzeugen sind generell erheblich: Autos sind noch immer weniger unterwegs auf der A 14. „Anders ist es beim Schwerverkehr“, so Holzedl: „Dieser schloss 2021 mit Zugewinnen gegenüber 2019 ab und setzt auch derzeit den Wachstumstrend fort.“ Ein Beispiel, das dies verdeutlicht: Bei Dornbirn Süd wurden im Vorjahr durchschnittlich 3862 Lkw pro Tag gezählt. Das waren mehr als 2019 (3716).

Offen bleibt, wie sich die Spritpreisexplosion auf das Verkehrsaufkommen auswirken wird. Dazu könne man zurzeit keine Prognose abgeben, erklärt der ASFINAG-Sprecher.