Gold für Wildwurst

Adi Burtscher sahnte beim Wettbewerb für Hofprodukte richtig ab.
Nüziders Adi Burtscher aus Nüziders kam, sah und siegte. Er nahm zum ersten Mal am österreichweiten Wettbewerb für Hofprodukte teil und hat mit seiner Zirbenwildwurst sowie mit seinem Zirbenhirschschinken jeweils Gold gewonnen. Mit seinem Zirbenbrot holte er Silber. Nur 60 von 6000 Einreichungen wurden am Ende in Wieselburg überhaupt prämiert.
Wild und Zirbe sind gesund
Der gelernte Metzger hat ein Patent auf sein Zirbengewürz. Die (geheimen) Zutaten sammelt er selbst und zermahlt diese zum Gewürz. Die Zirben stammen aus seiner Heimat, der Steiermark, das Wild kommt aus den heimischen Wäldern. „Die Zirbe und das Wild sind gesund“, sagt Adi
Burtscher. „Wir haben ein gutes Wildbret in Vorarlberg, das für gute Produkte sorgt. Das Wild hat in den Höhen die besten Kräuter.“ Adi Burtscher wünscht sich, dass das heimische Wildbret noch mehr verwertet wird. „Man soll mehr beim Jäger kaufen.“
Jäger erlegen das Wild und kommen damit zu ihm. Der Nüziger verarbeitet dann das Fleisch in seiner Wildverwertung in Rungelin zu Wurst. Die Wurstwaren behält er zum Teil, gibt aber auch Produkte wieder zurück an die Jäger, die sie behalten oder weiterverkaufen können. Bevor aber die Wurst verzehrt werden kann, kommt noch Alois Walser aus Dalaas ins Spiel. Dieser hat ebenfalls ein Patent, nämlich auf seine Tauchmasse. Wenn man die Wurst in diese Masse taucht, bildet sie keine Salzkristalle und schimmelt daher auch nicht. Und auch die Zirbe wirkt wie ein Bakterientöter: „Das Zirbenbrot kann man noch nach drei Wochen essen, ohne dass es schimmelt“, sagt Adi Burtscher. VN-JUN