„Fackla-Für und Funka-Flamma“

Vorarlberg / 08.03.2022 • 17:06 Uhr
Die Schruser Funkabauer bewahren das Funkenbrauchtum seit den 1920er-Jahren.<span class="copyright">sco</span>
Die Schruser Funkabauer bewahren das Funkenbrauchtum seit den 1920er-Jahren.sco

Die Funken in Schruns und Gamprätz lockten viel Publikum an.

SCHRUNS „Fackla-Für und Funka-Flamma tuan us alta Zita stamma. Söll´n da Winter neh am Kraga, us am Tal jätz ussi jaga“, schrieb Mundartdichter Otto Borger (1904–1994) vor mehr als vier Jahrzehnten. Er selbst, im Brotberuf Fabrikant, war 55 Jahre Funkenmeister in Schruns. In der neu erschienenen Funkenchronik der „Schruser Funkabauer“, herausgegeben von Anton Rohrer, wird er als „Bewahrer des Schrunser Funkenbrauchtums seit den 1920er-Jahren“ gewürdigt. Borgers Sammlung über den Funkenbrauch in Schruns ist ein Schatz an Zeitdokumenten. „Über die Chronik wird ersichtlich, dass wir auf eine sehr lange und stolze Funkentradition zurückblicken können. Das Funkenbrauchtum in Schruns wird sehr geschätzt und hat noch heute, in unserer digitalen Zeit, einen hohen Stellenwert“, stellt der Schrunser Funkenmeister Martin Prautsch erfreut fest.

Gratulation den Funknern

Bei den Funken in Schruns und im Gamprätz (Funkenmeister war dort jahrzehntelang Norbert Stüttler) sorgte jeweils eine Löschgruppe der Schrunser Feuerwehr für die Sicherheit aller Anwesenden. Insgesamt 14 Florianijünger hatten unter den Gruppenkommandanten Martin Lerch (Schruns) und Dominik Ganahl (Gamprätz) ein wachsames Auge auf das Feuer. Anlässlich des Funkenabbrennens am Abend des Funkensonntags hatte die Harmoniemusik Schruns den ersten Auftritt dieses Jahres. In der Funktion des Funkenmeisters der Gamprätzer Funkenzunft folgt nächstes Jahr Mario Stüttler seinem Vater Norbert nach. SCO