Oligarch von Lech könnte bald auf EU-Sanktionsliste stehen

Vorarlberg / 02.03.2022 • 17:00 Uhr
Oligarch von Lech könnte bald  auf EU-Sanktionsliste stehen
Putin und Deripaska sind befreundet. AP/Mikhail Klimentyev, Sputnik, Kremlin Pool Photo

Was dem Oligarchen drohen würde, wenn er sanktioniert wird.

Wien, Lech Österreich arbeitet im Einklang mit der EU und unter Einbeziehung der USA an einem vierten Sanktionspaket gegen Russland. Hauptziel seien die „Cronies“ des Regimes, also die Oligarchen, sagte Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) am Mittwoch nach dem Ministerrat.

Auch die Reaktionen des Außenministeriums auf die VN-Berichterstattung zum Oligarchen vom Lecher “Aurelio”, Oleg Deripaska, der ja nach wie vor wie Chelsea-Eigentümer Roman Abramowich nicht namentlich auf der europäischen Sanktionsliste steht, lassen den Rückschluss zu, dass die Dinge in Bewegung sind. Von der aus Vorarlberg stammenden Ministeriumssprecherin Gabriele Juen hieß es, dass man den EU-internen Diskussionen rund um das vierte Sanktionspaket nicht vorgreifen werde. 

Vermögen wird eingefroren

Wenn Oleg Deripaska, der über Umgehungskonstrukte in Zypern Eigentümer des Lecher Luxushotels “Aurelio” ist, direkt sanktioniert ist, wird sein Vermögen in Österreich eingefroren, zusätzlich greifen eine Vielzahl an Unannehmlichkeiten, die ihn trotz seiner gekauften EU-Doppelstaatsbürgerschaft treffen, unter anderem auch was das Starten und Landen mit den bei Oligarchen so beliebten Jets und Hubschraubern betrifft. Auf sein als Hotelbetrieb hochgezogenes Luxus-Ferienhaus direkt am Schlegelkopf-Sonnenhang der Arlberger Gemeinde hätten die Sanktionen somit direkte Auswirkungen.

Putins Yacht heimgeholt

Wladimir Putin selbst hat vorgesorgt, wie das deutsche Handelsblatt berichtete. Schon vor einigen Wochen verließ seine private Luxusjacht „Graceful“ die Hamburger Werft Blohm und Voss in Richtung Kaliningrad. Das  87-Millionen-Euro-Schiff, das dem russischen Präsidenten zugeschrieben wird, habe die Werft verlassen, noch vor die dort durchgeführten Wartungsarbeiten abgeschlossen waren. Der russische Präsident habe sie offenbar vor dem Zugriff des Westens in Sicherheit bringen wollen, schreibt das Handelsblatt.