Trippolts Landschaften, Berge und Bäume

Zum 110. Geburtstag von Hans Trippolt stellt die MAP Kellergalerie eine Auswahl seiner Werke aus.
Schruns Unter dem Titel „Von Bäumen und Bergen“ werden derzeit in der MAP Kellergalerie in Schruns Werke des Bregenzers Hans Trippolt gezeigt. Anlässlich seines 110. Geburtstages zeigt sein Sohn Johann Trippolt zahlreiche Bilder seines Vaters aus seiner Privatsammlung, die bislang kaum ausgestellt waren. Darunter befinden sich neben Aquarellen auch Ölbilder sowie zwei Zeichnungen.
Rund 60 Bilder präsentiert Johann Trippolt interessierten Besuchern in seiner Galerie, allesamt sind Landschaftsbilder. Denn das bevorzugte Motiv seines Vaters waren Landschaften, Berge und Bäume.
Viele Erinnerungen
„Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass mein Vater am Sonntag in der Früh seine Malutensilien und seine Staffelei in der Küche aufgestellt hat und dann gemalt hat, während meine Mutter darum herum zum Herd gestiegen ist. Sie hat es aber immer mit Humor genommen“, erzählt der pensionierte Arzt und Galerist von seinen Kindheitserinnerungen. Denn nur am Sonntag habe der Vater – der im Brotberuf Lehrer war – genügend Zeit gehabt, um Ölbilder zu malen. Nach Spaziergängen sei er aber auch immer wieder mit zwei drei Aquarellbildern zurückgekehrt. „Fasziniert war oder bin ich immer noch von dem fotografischen Gedächtnis meines Vaters. Er konnte mir genau sagen, dass nach
dieser Lichtung ein Bauernhof auf einer Anhöhe kommt“, erzählt er über die besondere visuelle Gabe des Vaters.
Visuelles Gedächtnis
Wohl habe er auch deshalb nach seiner Kriegsgefangenschaft in Russland sehr viele Bilder, die er bereits damals in Russland gemalt hattee und nicht mit nach Hause nehmen konnte, nochmals nach seiner Heimkehr gemalt. Die Ölmalerei habe er wahrscheinlich erst Anfang der 60er-Jahre begonnen. „Diese hatte aber für meinen Vater sicher einen untergeordneten Stellenwert. So richtig wohl gefühlt hat er sich meiner Meinung nach eher mit seiner Aquarellmalerei.“ Und dies bezeugen auch die zahlreichen Bilder, die es noch bis zum 6. März in der MAP Kellergalerie zu bewundern gibt. Str