Diese Themen will die Regio Klostertal-Arlberg angehen

Vorarlberg / 13.02.2022 • 08:00 Uhr
Diese Themen will die Regio Klostertal-Arlberg angehen
Neue Geschäftsführung der Regio Klostertal-Arlberg mit Birgit Werle und Dietmar Flatz. Regio Klostertal-Arlberg

Birgit Werle und Dietmar Flatz sind die neuen Geschäftsführer der Regio Klostertal-Arlberg.

Klostertal Birgit Werle und Dietmar Flatz sind seit Jänner die neuen Geschäftsführer der Regio Klostertal-Arlberg. Damit haben sie Julia Reihs abgelöst, die zweieinhalb Jahre die Geschicke der Regio geleitet hat.

Die neue Geschäftsführung wird einerseits klar zugeordnete Aufgaben übernehmen und gleichzeitig mit dem Obmann und dem Vorstand große und neue Themen (Ausbau des Radweges Klostertal-Arlberg, Beschränkungen des Ausweichverkehrs, Verkehrsentwicklung S16, Lebensraum Klostertal-Arlberg, Bildung, Regionalität und vieles mehr) bearbeiten. Während sich Birgit Werle stark mit gesellschaftlich-sozialen Themen auseinandersetzen wird, wird Dietmar Flatz die Kernaufgaben der Regio, wie Administration, Finanzen, Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen, übernehmen.

Arbeit basiert auf Umfrageergebnis

Die Schwerpunkte ihrer Arbeit erklären sich aus den Ergebnissen der Umfrage „Wohn- und Lebensraum Klostertal“. Diese Umfrage wurde 2020 erarbeitet und durchgeführt. Die Ergebnisse liegen seit Herbst 2021 vor. Darauf aufbauend soll die weitere Arbeit der Regio basieren.


Die Klostertaler und Arlberger schätzen das Leben im ländlichen Umfeld, die Nähe zur Natur, Erholungsräume vor der Haustüre, den dörflichen Charakter der Gemeinden, den guten gemeinschaftlichen Zusammenhalt der Menschen sowie die bunte und vielfältige Vereinsstruktur.


Und doch gibt es Bereiche, die verbessert werden können. Die Nahversorgung soll stärker ausgebaut werden, um somit den Bürgern einen leichteren Zugang zu regionalen Produkten zu verschaffen. Auch der Ausbau des Radwegenetzes sowie ein besseres Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln stehen im Vordergrund. Die Ganztagsbetreuung soll ebenfalls ausgebaut werden. Darüber hinaus müsse es laut den Geschäftsführern mehr Modelle für leistbares Wohnen geben. Die Arbeitsmöglichkeiten im Tal stehen ebenso auf der Agenda wie die Freizeitangebote.

Stärkung der Nahversorgung

Aufbauend auf die Ergebnisse der Umfrage sollen erste Umsetzungsprozesse zum Thema Wohnen gestartet werden. Die Stärkung der Nahversorgung soll der Themenschwerpunkt der kommenden drei Jahre sein. Dazu wurde eine Zielvereinbarung mit dem Land Vorarlberg beschlossen. Im nächsten Schritt müsse man gute Beispiele aus ländlichen Regionen im In- und Ausland einholen. Für interessierte Menschen aus den Gemeinden sollen Diskurs- und Beteiligungsmöglichkeiten angeboten werden. Darüber hinaus sollen erste Pilotprojekte ermöglicht werden, um am Ende aus den Erfahrungen und Ergebnissen eine Gesamtstrategie für die Region Klostertal-Arlberg zu erarbeiten und gemeinsam zu verwirklichen. Fragen rund um lebenswerte Verkehrslösungen spielen im Tal eine zentrale Rolle. 2022 sollen die Ergebnisse des bereits vorliegenden Radwegekonzeptes öffentlich vorgestellt und diskutiert werden. Ebenfalls zugesagt ist eine Studie der Asfinag zur Entwicklung der S16. Diese soll ebenfalls 2022 vorliegen und mit der Politik und der Bevölkerung im Tal diskutiert werden.


Den neuen Geschäftsführern ist der regionale Zusammenhalt wichtig. Die hohe Lebensqualität der Menschen im Tal müsse erhalten bleiben und die Versorgung im Nahraum gestärkt werden.


Dietmar Fratz und Brigit Werle sehen das Potenzial dieser Region in ihrer Zusammensetzung. Die Gemeinden Braz, Dalaas und Klösterle sind ländlich und touristisch geprägt, die Gemeinde Lech ist ein international bekannter Tourismus­ort. „In dieser heterogenen Zusammensetzung liegt die Kraft und Einzigartigkeit dieser Region“, sind die neuen Geschäftsführer überzeugt. „Das macht die regionale Zusammenarbeit hier tatsächlich äußerst spannend. Da ist es unmöglich, zukünftige Entwicklungen abzusehen. Die Ausgangslage ist auf jeden Fall sehr vielversprechend.“


Die Ergebnisse der Bevölkerungsumfrage zeigen, dass sich die Region zum Tourismus bekennt, stolz darauf ist und auch im Tourismus ein Arbeitsfeld der Zukunft sieht. Allerdings solle der Fokus auf Qualität und nicht auf Quantität gerichtet sein. Nachhaltige Strategien sollen dafür sorgen, dass die Menschen im Tal sowie die Besucher die Umwelt genießen können, ohne ihr zu schaden.