650 neue Betten für Bürserberg geplant

Vorarlberg / 01.02.2022 • 16:28 Uhr
Nicht nur in Bürserberg, sondern auch auf der Tschengla soll ein Hotelprojekt realisiert werden.<span class="copyright">Alex Kaiser</span>
Nicht nur in Bürserberg, sondern auch auf der Tschengla soll ein Hotelprojekt realisiert werden.Alex Kaiser

In Bürserberg wird ein weiteres Hotelprojekt realisiert. Ein anderes steht bereits in den Startlöchern.

Bürserberg Nachdem das Hotelprojekt „Boden Ost“ nach einem Anhörungsverfahren der Bürger mit 244 zu 151 Stimmen genehmigt wurde, hat nun das zweite Hotelprojekt „Maisäßstall“ auf der Tschengla von der Gemeindevertretung grünes Licht bekommen. Ein drittes Hotelprojekt der Familie Zechner ist ebenfalls in Planung. Insgesamt werden so in Bürserberg 650 Betten geschaffen, was die dortige Infrastruktur ankurbeln soll. Durch die drei Hotels könnte die Gemeinde auch den Neubau der Einhornbahn 1 finanzieren.

„Um eine gute Basis für die Weiterentwicklung in unserem Dorf, aber auch bei den Bergbahnen zu gewährleisten, ist es unabdinglich, Hotelbetten sowohl im Dorf, aber auch auf der Tschengla zu realisieren. Ansonsten wird die Gemeinde nicht in der Lage sein, Projekte der Bergbahnen zu unterstützen“, sagt Bürgermeister Fridolin Plaickner. Das oberste Ziel sei nun, die Hotelprojekte so rasch wie möglich umzusetzen, sodass die Einnahmen für den Neubau der Einhornbahn 1 gesichert sind. Der Bahnbau sei erst dann möglich, wenn die Gemeinde „vertragsmäßig mit den Hotelprojekten und Grundeigentümern für den Bahnbau auf Schiene“ ist.

Zwei Projektpartner zur Auswahl

Rechtsanwalt Mag. Rainer Stemmer berichtete in der Gemeindevertretungssitzung, dass man mit zwei möglichen Interessenten – eine Tiroler Gruppe und eine holländische Gruppe – über die wirtschaftlichen und vertraglichen Komponenten beraten habe. Von Seiten der Tiroler Gruppe kamen rasche Rückmeldungen. Wirtschaftlich sind beide ähnlich und halten auch die Vorgaben der Gemeinde ein. Beide möglichen Partner hätten Interesse, auf vergrößerter Fläche etwas im Bereich des Maisäßstalls zu realisieren. Weiter wurde festgehalten, dass sie zu einem laufenden Betrieb verpflichtet sind und dieser ausgelastet sein muss. Eine Ablösezahlung und Regelung für die Abbruchkosten für das Stallgebäude und Hirtenhütte wurde ebenso vereinbart. Für den Neubau der Seilbahn sind beide bereit, sich bei den Bahnen zu beteiligen.

Beide Interessenten sind vergleichbar, wobei die Tiroler Gruppe mehr Erfahrung im Wintersport und mit Hotels aufweist. Im Gegenzug hat die holländische Gruppe wiederum einen größeren Werbekanal. Die Tiroler Partner würden sich einer Hotelgruppe bedienen. Die Holländischen würden das Hotel selbst betreiben. Nach den ausführlichen Vorbesprechungen mit den möglichen Projektpartnern wurde in der Gemeindevertretungssitzung beschlossen, dass man für die mögliche Realisierung eines Hotelprojektes am Standort „Maisäß“ mit dem Tiroler Partner die weiteren Details zum Baurechtsvertrag verhandeln will.