Stammzellspender für Sandra gefunden

Die Botschaft kam zum Weihnachtsfest.
Dornbirn Es gibt sie tatsächlich, die Weihnachtswunder. Nicht nur, dass bei Sandra Wesley (45) kurz vor den Feiertagen die zweite Chemotherapie doch noch angeschlagen hat, kam die frohe Botschaft dazu, dass für die schwer leukämiekranke Dornbirnerin gleich zwei Stammzellspender gefunden werden konnten. Wann die rettende Transplantation an der Uniklinik Innsbruck erfolgen kann, bespricht Sandra kommende Woche mit ihrem behandelnden Arzt. „Er legt den Fahrplan fest.“ Jedenfalls geht sie nun mit Zuversicht in das neue Jahr. „Dieses Gefühl lässt sich kaum beschreiben“, spricht sie von einem wunderbaren Geschenk, das die ganze Familie glücklich macht.

Werte besserten sich
Anfang Dezember führte der Verein „Geben für Leben – Leukämiehilfe Österreich“ zusammen mit dem Dornbirner SV und vielen freiwilligen Helfern eine Typisierungsaktion für Sandra Wesley durch, bei der sich 305 Personen einen Abstrich machen ließen. Zwei Monate zuvor hatte die Ehefrau und Mutter die niederschmetternde Diagnose erhalten. Sie bekam zwei Chemotherapien, die anfangs aber kaum anschlugen. „Es ging ihr sehr schlecht“, erzählt Schwager Daniel Lenz. Plötzlich wendete sich das Blatt und die Werte wurden besser. Sandra konnte kurz vor Weihnachten sogar das Spital verlassen. Gleich danach kam die Mitteilung, dass es einen genetischen Zwilling gibt. „Das war echt eine tolle Nachricht“, fasst Lenz die Empfindungen in einem kurzen Satz zusammen.
Engmaschige Kontrollen
Sandra hat die Hoffnung auf Hilfe nie aufgegeben: „Man muss daran glauben.“ Sie weiß aber, dass noch ein langer und steiniger Weg vor ihr liegt. Dennoch ist sie überzeugt: „2022 wird ein Superjahr.“ Bis zur Transplantation der Stammzellen wird Sandra Wesley im Landeskrankenhaus Rankweil engmaschig kontrolliert. Woher die Spender stammen, weiß die Familie noch nicht. Susanne Marosch, Obfrau des Vereins „Geben für Leben“, verrät nur so viel: „Sie kommen aus dem deutschsprachigen Raum.“ Erst, wenn die Stammzellen verabreicht wurden, erfährt Sandra das Herkunftsland des Spenders oder der Spenderin.