Weihnachtsmarkt lockt nun ohne Glühwein

Am Kornmarktplatz hoffen die Ständler auf Besucher.
Bregenz Am frühen Sonntagnachmittag haben die Sicherheitsmitarbeiter am Zugang zum Weihnachtsmarkt nur wenige ruhige Minuten. Für einen Sonntag ist der Andrang verhalten, der Markt ist aber durchaus gut besucht am ersten Tag nach dem Lockdown. Die Gastronomie auf dem Markt muss geschlossen bleiben, Glühwein und Raclettebrot sucht man daher vergebens. „Langsam kommen die Leute, noch ist es ein bisschen verhalten“, bestätigt Daniela Pirka. Sie steht gegenüber vom Museum zwischen Socken, Fellen und Handschuhen. „Aber wird sind einfach froh, dass wir wieder offen haben dürfen.“

„Es wäre aber gelogen, würde man sagen dass nicht weniger Leute da sind“, räumt sie ein. Die Glühweingeher wären eine wichtige Laufkundschaft. „Am Abend wird ihnen gern mal kalt, dann kaufen sie Handschuhe. Oder sie kommen ein ander Mal wieder, weil sie etwas bei uns entdeckt haben.“ Pirka ist eine reine Marktfahrerin, sie lebt von solchen Weihnachtsmärkten. Den Lockdown spürt sie entsprechend, trotz aller Staatshilfen. Eine einheitliche und verlässliche Linie wäre ebenfalls eine große Hilfe. „Aber jeder ist am schimpfen“, lacht sie. Hauptsache ihr Marktstand darf wieder für frierende Kunden öffnen.